Drohnen für die Polizei NRW

0
346
Die Kosten der Anschaffung der Drohnen liegt bei knapp einer Million Euro. (Screenshot: BS/Klawon)

Im kommenden Jahr wird die nordrhein-westfälische Polizei mit 106 Drohnen ausgestattet. Dies gab der Innenminister Nordrhein-Westfalens, Herbert Reul (CDU) bekannt.

Zunächst werden das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD), die 16 Kriminaltechnischen Untersuchungsstellen (KTU), die Tatortvermessungsgruppe des Landeskriminalamtes (LKA) und die Bereitschaftspolizei mit 76 Drohnen ausgerüstet. Bei den Stellen werden neben ihren üblichen Aufgaben bis zu 186 Polizistinnen und Polizisten zum Fernpilot ausgebildet.

Ebenso können sich die Verkehrsunfallaufnahme-Teams der Kreispolizeibehörden über 30 Drohnen freuen. Sie erhalten die Drohnen in einem zweiten Schritt. Bei den Kreisbehörden werden dann weitere 90 Beamte zu Drohnenpiloten fortgebildet. Die Kosten für die 106 Drohnen liegen bei knapp einer Million Euro. Eine flächendeckende Ausstattung der Geräte auf jeden Dienstwagen ist nicht geplant. Jedoch wird der Bedarf beobachtet und gegebenenfalls in die weitere Planung miteinbezogen.

Viele Einsatzmöglichkeiten vorhanden

“Drohnen machen die Arbeit der Polizei an vielen Stellen einfacher und erweitern ihre Möglichkeiten – gerade, wenn es um die Verfolgung von Tätern, die Aufklärung und Beweissicherung von Straftaten oder die Aufnahme von Verkehrsunfällen geht”, sagte Reul zu den Anschaffungsplänen.

Zuvor hatte es ein Pilotprojekt beim LZPD, dem LKA, dem Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten (LAFP) und zehn Kreispolizeibehörden zu Drohnen gegeben. In dem Testbetrieb wurden dann einzelne Aufgabenbereiche identifiziert, bei denen eine Drohnennutzung als sinnvoll eingestuft wurde. Die Polizei NRW hat zudem ein Video zu den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Drohnen erstellt. Es findet sich hier.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here