EU-Staaten wollen Cloud-Föderation gründen

0
420
Die EU-Staaten verpflichten sich zu gemeinsamen Bemühungen, um einen wettbewerbsfähigen Cloud-Computing-Markt zu schaffen. (Grafik: FutUndBeidl, CC BY 2.0, www.flickr.com)

Die EU-Minister für Digitales wollen Europa zu einem wettbewerbsfähigen Datenumschlagplatz machen. Unter Leitung des Bundeswirtschaftsministers Peter Altmaier (CDU) haben sich die Minister bei einem virtuellen Treffen für die Gründung einer Cloud-Föderation ausgesprochen. Die entsprechende Erklärung ist von 25 Mitgliedstaaten unterzeichnetet worden. Vertreter der fehlenden Länder Dänemark und Zypern müssen die Erklärung zuvor in ihren Heimatländern abstimmen.

Die EU-Länder verpflichten sich zur Investition in vertrauenswürdige, sichere und energieeffiziente Cloud-Infrastrukturen. Die EU-Kommission soll Cloud-Strategien im Staatenbund vereinheitlichen. Ziel ist es, Unternehmen, Forschungseinrichtungen und anderen Organisationen leistungsfähige Cloud-Dienste wie Speicher, Rechenleistung und Datenanalyse-Werkzeuge auf europäischem Boden zur Verfügung stellen zu können. Bisher dominieren auf dem Gebiet Anbieter aus USA und China.

Dazu sagte Altmeier: “Europa muss in einigen Bereichen aufholen. Wir müssen besser werden. Wir müssen schneller werden. Wir müssen innovativer werden.” In den vergleichsweise kleinen europäischen Staaten hätten vor allem kleine und mittelständische Unternehmen große Bedeutung, daher verfüge Europa “über sehr viele kleine Datenseen und nicht von vornherein über ein großes Datenmeer, das es uns erlaubt, Anwendungen mit Algorithmen etwa vorzubereiten und zu entwickeln”.

Dem Bitkom-Präsidenten Achim Berg zufolge müssten den gemeinsamen Erklärungen nun Taten folgen, um Kräfte tatsächlich EU-weit zu bündeln. Es wichtige Rolle für eine gemeinsame Cloud- und Dateninfrastruktur spiele die von Altmaier zuvor initiierte deutsch-französische Organisation Gaia-X.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here