Forschung für autonome militärische Fahrzeuge

0
347
(Bild: DARPA)

Selbstfahrende Autos machen in der zivilen Autoindustrie bereits große Fortschritte. Nicht erst Tesla hat gezeigt, was möglich ist. Auch auf deutschen Autobahnen gibt es entsprechende Teststrecken, im militärischen Bereich liegt besonders die elektronische Deichsel im Interesse der Bundeswehr. Ein Problem ist allerdings, dass sich diese autonomen Fahrzeuge vor allem in gut strukturierten und vorhersehbaren Umgebungen bewähren, im militärischen Umfeld ist die Nutzbarkeit bisher eher mager.

Die amerikanische Forschungsbehörde DARPA (Defense Advanced Research Projects Agency) setzte deshalb das Projekt RACER (Robotic Autonomy in Complex Environments with Resiliency) auf, um entsprechende Algorithmen für militärische Fahrzeuge zu entwickeln. „In komplexen militärisch relevanten Umgebungen haben Roboterfahrzeuge keine einsatzrelevante Geschwindigkeit gezeigt und sind nicht autonom zuverlässig“, beschreibt die DARPA das Problem.

„Es gibt zwar Fahrzeugplattformen, die mit schwierigem Gelände umgehen können, aber ihre Autonomie-Algorithmen und Software verarbeiten die Informationen oft nicht gut genug und reagieren zu schlecht auf sich verändernde Situationen, um die erforderlichen Geschwindigkeiten aufrechtzuerhalten und bei einem Einsatz mit den Soldaten Schritt zu halten.“

Über einen Zeitraum von vier Jahren sollen die Entwickler bei RACER neue Algorithmustechnologien entwickeln, die die Ausnutzung der sensorischen und mechanischen Grenzen von unbemannten Bodenfahrzeugen (UGV) maximieren. Darauf folgen die Praxistests dieser neuen Algorithmen in von der DARPA veranstalteten Versuchen im ganzen Land und auf unterschiedlichem Gelände. Die DARPA wird hierfür fortschrittliche UGV-Plattformen bereitstellen, die die Forschungsteams zur Entwicklung autonomer Softwarefähigkeiten durch wiederholte Zyklen von Simulationen und Tests auf unstrukturierten Geländelandschaften nutzen.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here