Deutschland Teil der C-RAM Initiative der NATO

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(Foto: NATO)

Beim virtuellen Treffen der NATO-Verteidigungsminister haben Deutschland, Griechenland, Großbritannien und Ungarn ein neues High Visibility Project (HVP) zur Bekämpfung von mobilen Abwehrraketen, Artillerie und Mörsern (C-RAM) gestartet.

Experten aus diesen vier Nationen beginnen nun damit, Möglichkeiten für die multinationale Entwicklung und Beschaffung von entsprechenden C-RAM-Fähigkeiten zu untersuchen. Einen Schwerpunkt sollen dabei auch energiebasierte C-RAM-Wirksysteme, also Hochenergielaser, bilden.

In Deutschland konnten sowohl MBDA als auch Rheinmetall bereits vor einigen Jahren Prototypen von Hochenergie-Laserwaffensystemen präsentieren, die aus einem Entwicklungsauftrag aus dem BAAINBw stammten. Im Nachgang kam es allerdings bisher noch zu keiner Beschaffung, beide Unternehmen vereinten mittlerweile ihre entsprechenden Kapazitäten. Hochenergielaser bieten den Vorteil von unbegrenzter Munition ohne signifikant steigende Kosten, der Nachteil liegt in der benötigten Energie. Aus diesen Gründen wurden sie beispielsweise von den USA bisher nur auf Schiffen in die Streitkräfte eingeführt.

„Diese C-RAM-Initiative wird die Fähigkeiten zur Durchführung von Operationen hoher Intensität erheblich steigern und gleichzeitig den Schutz des Personals, der Einrichtungen und der Ausrüstung vor Angriffen mit Raketen- und Mörserartilleriegeschützen sowie vor konventionellen Luftangriffen verbessern“, sagte der Stellvertretende NATO-Generalsekretär Mircea Geoană.

Die Absichtserklärung zur Einleitung dieser Initiative wurde heute von den vier Verteidigungsministern zeitgleich in den jeweiligen Hauptstädten unterzeichnet.

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