Open Data kommt in der Fläche an

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Meist bestehen Open Data-Sätze aus Kartendaten, die für Apps und andere lokale Anwendungen genutzt werden können. (Grafik: dapple-designers, pixabay.com)

Immer mehr Kommunen in Deutschland stellen ihre Daten offen zur Verfügung. Nicht mehr nur große Metropolen, sondern auch mittlere und kleine Kommunen versuchen, die Synergieeffekte aus diesem Vorgehen zu gewinnen. In einer neuen Studie, die das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung durchgeführt hat, befürworten mehr als 90 Prozent der befragten kommunal Verantwortlichen die politischen Bestrebungen, offene Daten verstärkt zur Verfügung zu stellen. Das Hauptproblem für viele von ihnen sind jedoch die hohen Hürden, die sich ihnen durch mangelnde personelle Ressourcen und einem fehlenden gesetzlichen Auftrag in den Weg stellen. Dies sind die zwei am häufigsten genannten Gründe, aber auch die Angst vor Datenmissbrauch und datenschutzrechtliche Bedenken bremsen die Kommunen bei der Bereitstellung offener Daten aus. An der Difu-Studie hatten sich über 200 Kommunen mit mindestens 10.000 Einwohnern beteiligt.

Für viele Kommunen stellt die Nutzbarmachung von Verwaltungsdaten für die Öffentlichkeit – bspw. aus der Kommunalstatistik, dem öffentlichen Personennahverkehr oder dem Umweltbereich – ein relativ neues Tätigkeitsfeld dar. Offene Daten, also Daten, die ohne Einschränkungen genutzt, wiederverwendet und verteilt werden können, sind jedoch ein wichtiger Baustein bei der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie für die strategische Entscheidungsfindung oder den Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) in den Kommunen genutzt werden sollen.

Rund ein Drittel der befragten Kommunen stellt bereits offene Daten bereit. Von denen, die bisher keine offenen Daten zur Verfügung stellen, hat ein Viertel bereits Maßnahmen ergriffen, um künftig offene Daten zu veröffentlichen. Ein professionelles Datenmanagement ist hierfür eine unerlässliche Grundlage und ermöglicht oftmals erst die datenbasierte Steuerung kommunaler Maßnahmen und Projekte. Zudem braucht es eine gute technische Infrastruktur sowie rechtliche Rahmenbedingungen auf Bundes- oder Landesebene sowie eine einschlägige Beschlussfassung, um auf kommunaler Ebene offene Daten bereitzustellen, so die Kommunalvertreter.

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