Mit einem (digitalen) Ticket durch ganz Bayern

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Statt dem tariflichen Flickenteppich soll es in Bayern ab 2023 einen einheitlichen Tarif geben. (Foto: haraldmk, pixabay.com)

Die Landesregierung des Freistaats Bayern plant, bis 2023 einen landesweit einheitlichen Tarif für überregionale ÖPNV-Verbindungen einzurichten. Mit einem bayernweit durchgängigen elektronischen Ticket will der Freistaat für einen einfacheren Zugang zum Öffentlichen Personennahverkehr sorgen. Für Fahrten, die heute mehrere Fahrkarten und auf digitalem Wege zusätzlich auch mehrere Apps erfordern, soll ein Landestarif eingeführt werden. Die Buchung von bayernweiten Verbindungen soll dann nicht mehr nur über den “Bayern-Fahrplan” des Freistaats, sondern über möglichst alle Apps von Verkehrsverbünden und  -unternehmen möglich sein, wie die Landesregierung im Anschluss an den Beschluss durch den Ministerrat bekanntgab.

Doppelte Vorteile für die Bürger

Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer sieht in dem neuen Konzept entscheidende Vorteile: “Mit dem E Ticket Bayern machen wir es den Bürgerinnen und Bürgern doppelt leicht, über den eigenen Ort hinaus Bus und Bahn zu nutzen. Erstens müssen sie sich nicht mit den Tarifen und Tickets am Zielort beschäftigen. Zweitens können sie zur Buchung ein bereits vertrautes Portal oder eine installierte App nutzen. Damit machen wir flächendeckend den ÖPNV attraktiver und stellen die Weichen für eine bessere Vernetzung, auch über Bayern hinaus.”

ÖPNV attraktiver gestalten

Die Staatsregierung strebt einen elektronischen Vertrieb im ÖPNV nach dem Prinzip “Ein Klick – ein Ticket” sowie eine Vereinfachung des Tarif- und Ticketsystems an. Abseits der Schienenstrecken gibt es in den Regionen Bayerns heute große Unterschiede beim Angebot und bei den Tarifstrukturen. Der Fahrgast muss bisher aktiv wissen, über welchen Weg er an das richtige und günstigste Ticket gelangt. “Gerade Gelegenheits- und Seltennutzer lassen sich von der Unübersichtlichkeit im ÖPNV abschrecken. Das wollen wir mit der Einführung eines Landestarifs für alle überregionalen Verbindungen über Verbundgrenzen hinweg ändern”, so Ministerin Schreyer. Der Landestarif soll stufenweise eingeführt werden und auf dem bewährten Bayern-Ticket und dem staatlichen Fahrgastinformationssystem DEFAS Bayern aufbauen.

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