Das Personalkarussell dreht sich

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Der frischgebackene Honorarprofessor Henning Lühr (r.) bei seiner Berufung mit Hochschul-Rektorin Prof. Dr. Karin Luckey und Prof. Dr. Rainer Lisowski. (Foto: HS Bremen/Ferstl)

In den vergangenen Wochen hat sich viel getan in den Spitzenstellen der digitalen Verwaltung in Deutschland.

Neuer Staatssekretär in Brandenburg

So wurde im Brandenburger Innenministerium mit Dr. Markus Grünewald ein neuer Staatssekretär berufen, der sich in seinem neuen Amt unter anderem um Digitales kümmern soll. In einem ersten Statement nannte der neue Staatssekretär bereits die erfolgreiche Kombination von Kommunal- und Digitalpolitik als wichtigen Steigbügel für die Zukunft: “In der Kommunalpolitik und bei der Digitalisierung von Verwaltungsleistungen liegt der Fokus immer auf den Kommunen. Nur was vor Ort funktionieren kann, macht auch politisch Sinn. Deswegen ist eine gute Abstimmung aller Ebenen entscheidend. So haben viele kommunale Parlamente gute Erfahrungen mit den digitalen Beteiligungsformen gemacht, die das Notlagengesetz ermöglicht. Wir wollen deshalb prüfen, was davon nach Corona erhalten bleiben sollte, um die Teilhabe an politischen Ehrenämtern weiter zu erleichtern. Gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbänden werden wir auch darüber beraten, ob und wie wir die in Brandenburg eingeübten Spielregeln der Konnexität verfestigen und sichern können. Bei der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes wird auch in Zukunft der zusätzliche Nutzen die entscheidende Messlatte bleiben. Nur wenn die Bürger von der digitalisierten Verwaltung profitieren, werden wir auf diesem wichtigen Feld erfolgreich sein.”

Grünewald ist seit 1999 im Brandenburger Innenministerium beschäftigt und leitete zuletzt die Abteilung für Kommunalangelegenheiten, Öffentliches Dienstrecht und Brand- und Katastrophenschutz.

Arendt leitet Public Sector-Geschäft

Neben dem Staatssekretär gibt es auch Neuigkeiten bei den Dienstleistern aus der Wirtschaft. So ist Dirk Arendt neuer Head of Government, Public and Healthcare bei Trend Micro. Er verantwortet in dieser Position neben dem Vertrieb im öffentlichen Sektor auch das Thema Government Relations. Sein konkreter Verantwortungsbereich umfasst alle Behörden (Bund, Land und Kommunen), den Bereich der Verteidigung, Universitäten und Hochschulen, das Gesundheitswesen sowie die Kirchen in Deutschland. Nachdem diese Einrichtungen beständig im Fokus von Cyber-Angriffen stehen, möchte Trend Micro das Thema IT-Sicherheit dort noch stärker ins Bewusstsein rücken und bei ihrem Schutz unterstützen.

Lühr wird Professor

Und auch ein bereits in Ruhestand verabschiedeter Digitalpionier macht mit neuen Aufgaben von sich reden: Hans-Henning Lühr, bis zum Sommer rund 18 Jahre lang Staatsrat beim Bremer Finanzsenator und für viele Fortschritte in der digitalen Verwaltung verantwortlich, übernimmt eine Honorarprofessur.

In der Fakultät Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Bremen wird er im Umfang eines Moduls das Fachgebiet Verwaltungswissenschaften mit den Schwerpunkten Verwaltungsmanagement und E-Government vertreten, so die Hochschule in der Verkündung der Personalie.  Lühr selbst stellt sich der Aufgabe mit bekannter Motivation: “Mein Anliegen ist es, neue Anwendungsmöglichkeiten modernen Verwaltungshandelns zu entwickeln und in der Praxis zu erproben”.

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