Außenminister Maas warnt vor übereiltem US-Truppenabzug aus Afghanistan

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(Foto: SPD Saar, Susie Knoll)

Zur Ankündigung einer Reduzierung der US-Truppen in Afghanistan und im Irak – ein Obsessionsthema von Präsident Trump – bis zum 15. Januar erklärte Außenminister Heiko Maas (SPD) gestern: “Es wäre fatal, wenn die scheidende US-Administration auf den letzten Metern ihre eigenen Erfolge in Afghanistan, nämlich den Start der Friedensverhandlungen, ohne Not wieder zunichtemachen würde.”

Den Zeitplan für den Truppenabzug – dies betrifft sowohl das US-Kontingent als auch die Kontingente der anderen 39 Partnernationen der NATO-geführten Operation “Resolute Support” – “dürfen wir uns nicht von ablaufenden Amtszeiten oder den Wünschen der Taliban diktieren lassen”, so der Ressortchef.

Zum Thema “Bundeswehr” betonte der Minister: ” Ich will nicht, dass wir unseren Soldatinnen und Soldaten und ihren Angehörigen irgendwann erklären müssen, dass sie umsonst ihr Leben eingesetzt oder gar geopfert haben.” Aktuell befinden sich 1.227 deutsche Soldaten am Hindukusch im Einsatz. Insgesamt, d.h. bei ISAF und “Resolute Support”, haben bisher immerhin rund 420.000 Bundeswehr-Angehörige (darin enthalten sind Mehrfachteilnahmen) in Afghanistan gedient. Rund zwölf Milliarden Euro sind dafür aus dem Einzelplan 14 (Verteidigung) an einsatzbedingten Zusatzausgaben geleistet worden.

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