Verdacht auf Kriegsverbrechen erschüttert Australien

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(Foto: Australian MoD)

Gestern nahm der australische Generalstabschef, General Angus Campbell (Foto), in einer Pressekonferenz in Canberra öffentlich Stellung zu Anschuldigungen, dass 25 Angehörige der australischen Spezialkräfte – hauptsächlich vom Elite-Regiment “Special Air Service” (SASR) – in Afghanistan zwischen 2009 und 2013 insgesamt 39 Zivilisten und Gefangene getötet haben sollen.

Anlass war der Bericht von James Gaynor, “Inspector General of the Australian Defence Force” (IGADF) , einer Art Bundeswehrdisziplinaranwalt beim Bundesverwaltungsgericht (BwDA), vom 29. Oktober. General Campbell sprach in diesem Zusammenhang von einem “ernsten Fehlverhalten” von einigen Mitgliedern von Spezialkräften bei Patrouillengängen. Keine dieser “ungesetzlichen Tötungen” hätte aber “im Eifer des Gefechts” stattgefunden.

Der Stellvertretende IGADF, Generalmajor Paul Brereton, habe detailliert 57 Anschuldigungen von Vorfällen untersucht und dabei 23 Verdachtsfälle von ungesetzlichen Tötungen identifiziert. Diese Fälle seien “absolut inakzeptabel”, so der Generalstabschef. Deshalb sprach er sich für eine strafrechtliche Verfolgung der beschuldigten Soldaten wegen Kriegsverbrechen aus.

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