Deutschland beteiligt sich am neuen NATO-Hubschrauber

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(Foto: Nato)

Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien und Italien unterzeichneten am 19. November einen Letter of Intent zur Entwicklung eines neuen Hubschraubers der nächsten Generation. Das NATO-Projekt mit dem Namen “Next Generation Rotorcraft Capability” (NGRC) schafft den Rahmen zur gemeinsamen Arbeit an einem Entwurf, der Entwicklung und Lieferung eines mittleren Mehrzweckhubschraubers.

Die entsprechenden Hubschrauber in den meisten NATO-Nationen werden in 15 bis 20 Jahren das Ende ihres Lebenszyklus erreichen, so dass ein übergreifendes Interesse an der Entwicklung eines Nachfolgemodells besteht. Das Ziel der NGRC-Initiative ist es nun, rechtzeitig und kosteneffizient auf diesen bevorstehenden Bedarf zu reagieren und gleichzeitig ein breites Spektrum neuer Technologien, Produktionsmethoden und Betriebskonzepte zu nutzen. Jede Nation soll ihre speziellen Fähigkeiten einbringen.

Die NATO unterscheidet anhand der transportierbaren Nutzlast zwischen drei verschiedenen Hubschrauber-Klassen: leicht, mittel und schwer. NGRC konzentriert sich zunächst auf die mittlere Mehrrollenfähigkeit. In den kommenden Jahren werden nun Experten aus allen fünf Nationen ein umfassendes Arbeitsprogramm realisieren, das mit der Festlegung einer soliden Bedarfsaufstellung und eines mehrstufigen Kooperationsplans beginnt.

Ab 2022 soll dann mit einem durch die Verteidigungsminister gezeichneten Memorandum of Understanding die erste Konzeptphase beginnen. Auf die Auslieferung eines ersten NGRC-Hubschraubers hofft die NATO im Jahr 2035 bis 2040+, ein durchaus ambitionierter Zeitplan.

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