Förderung des Nationalen Hochleistungsrechnens gestartet

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Von Seiten des Karlsruher KIT wird der derzeit im Aufbau befindliche Hochleistungsrechner Karlsruhe (HoreKa) für das Netzwerk zur Verfügung gestellt. (Foto: Amadeus Bramsiepe, KIT)

Bund und Länder haben in der vergangenen Woche erstmalig die Aufnahme von acht Rechenzentren in die gemeinsame Förderung des Nationalen Hochleistungsrechnens an Hochschulen (NHR) beschlossen. Dies markiert einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einem national koordinierten Verbund von Hochleistungsrechenzentren. 

Auf  Grundlage  einer Begutachtung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und einer Bewertung durch einen von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) eingesetzten unabhängigen Strategieausschuss, wurden die Rechenzentren folgender Hochschulen bzw. Hochschulverbünde für die Förderung ausgewählt:

  • RWTH Aachen (IT Center)
  • Berlin University Alliance (Zuse-Institut)
  • TU Darmstadt (Hochschulrechenzentrum)
  • TU  Dresden  (Zentrum  für  Informationsdienste  und  Hochleistungsrechnen)
  • Universität Erlangen-Nürnberg (Regionales Rechenzentrum Erlangen)
  • Universität  Göttingen  (Gesellschaft  für  wissenschaftliche  Datenverarbeitung  mbH  Göttingen)
  • Karlsruher Institut für Technologie (Steinbuch Centre for Computing)
  • Universität Paderborn (Paderborn Center for Parallel Computing)

Mit dem NHR verfolgen Bund und Länder den Plan, die fachlichen und methodischen Stärken von Hochleistungsrechenzentren zielgerichtet und koordiniert weiterzuentwickeln und damit der wachsenden Nachfrage nach Wissenschaftlichem Rechnen sowie den Anforderungen einer zunehmend digitalisierten Wissenschaft nachzukommen.

Mindestens zehn Jahre Förderung

Ziel der gemeinsamen Förderung ist es, dass Forschende an Hochschulen deutschlandweit und bedarfsgerecht auf die für ihre Forschung benötigte Rechenkapazität zugreifen können. Dafür stellen Bund und Länder gemeinsam insgesamt bis zu 62,5 Mio. Euro jährlich bereit, mit denen Investitions- und Betriebskosten der geförderten Rechenzentren über einen Zeitraum von grundsätzlich jeweils zehn Jahren finanziert werden. Weiterförderungen über diesen Zeitraum hinaus sind jedoch ausdrücklich möglich.  Die Vorsitzende der GWK und Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek, freut sich über den Beschluss: “Heute haben wir einen weiteren Grundstein für die digitale Forschung und die Zukunftsfähigkeit der Wissenschaft in Deutschland gelegt. Mit dem Nationalen Hochleistungsrechnen bauen Bund und Länder eine leistungsfähige und ausdifferenzierte Infrastruktur im Bereich des Wissenschaftlichen Rechnens auf. Die hierfür bereit gestellten bis zu 62,5 Millionen pro Jahr sind eine Investition in die Zukunftsfestigkeit der Forschung an Hochschulen.” Der stellvertretende GWK-Vorsitzende, Prof. Dr. Konrad Wolf, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz, erläutert: “Hochleistungsrechner sind heute zentrale Infrastruktur für Forschung und Lehre. Gemeinsam bündeln Bund und Länder im Nationalen Hochleistungsrechnen ihre Anstrengungen für eine bedarfsgerechte Versorgung der Hochschulen mit Rechenkapazität. Mit der erstmaligen Aufnahme von Rechenzentren in die Förderung haben Bund und Länder eine wesentliche Weiche für eine koordinierte und deutschlandweit nutzbare Infrastruktur des Wissenschaftlichen Rechnens an Hochschulen gestellt. Diese muss durch die Rechenzentren nun zügig vorangetrieben werden”.

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