NRW.Bank kürt Gewinnerprojekte des Ideenwettbewerbs

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(Grafik: NRW.Bank)

Um kommunale Projektideen aus Nordrhein-Westfalen zu fördern, die spürbar die Service- und Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger verbessern und gleichzeitig die Nachhaltigkeit stärken, vergibt die NRW.Bank seit 2015 einen Preis für die drei Sieger in ihrem Ideenwettbewerb. Bei den Projekten geht es um Innovationen aus Themenfeldern wie “Digitalisierung”, “Ressourceneffizienz” und “Mobilität”. Im vergangenen Jahrgang 2019/20 konnte sich ein Gemeinschaftsprojekt der Städte Meckenheim und Rheinbach den ersten Preis sichern. Der zweite Platz ging an die Stadt Neuenrade. Zweimal wurde der dritte Platz vergeben: an den Kreis Lippe sowie an die Stadt Eschweiler.

Klimaneutrales Gewerbegebiet siegt

Die siegreichen Städte Meckenheim und Rheinbach überzeugten die Jury mit dem Gemeinschaftskonzept ihres “bio innovation park Rheinland”. Dabei handelt es sich um ein neues klimaneutrales und nachhaltiges Gewerbegebiet, das im Projektverbund mit der Universität Bonn und der Hochschule Bonn/Rhein Sieg erschlossen wird. Mit dem ersten Platz sichern sich die Sieger ein Preisgeld von 30.000 Euro für eine direkte Sachverwendung im Kontext der eingereichten Idee. “Alle eingereichten Ideen zeigen wie die Kommunen in Nordrhein-Westfalen sich den aktuellen Herausforderungen wie Digitalisierung und Klimawandel stellen und diese als Chance nutzen”, erklärte Michael Stölting, Mitglied des Vorstands der NRW.BANK, im Kontext der Preisverleihung. “Wir unterstützen Kommunen weit über die klassische Finanzierung hinaus und machen mit dem NRW.BANK.Ideenwettbewerb die kreativen Ideen für alle sichtbar.”

Auf Platz zwei mit einem Preisgeld von 20.000 Euro landete das Kommunale Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) der Stadt Neuenrade im Sauerland. Mit der Einrichtung will die Kommune aktiv – und bislang erfolgreich – gegen den ländlichen Ärztemangel angehen und stellt sich dabei attraktiv für junge Allgemeinmediziner auf, die sonst Investitionskosten, Risiken und unflexible Arbeitszeiten bei eigenen Praxisgründungen scheuen. Der geteilte dritte Platz, und damit jeweils 10.000 Euro, gehen zum einen an die digitale Bürgerplattform “Smart Country Side” des Kreises Lippe sowie zum anderen an “Faktor X”, einem neuen Bewertungsmodell der Stadt Eschweiler für Ressourcen-, Energie- und Klimaeffizienz einer Gebäudeherstellung über den gesamten Lebenszyklus.

Für eine sinnvolle Nachnutzbarkeit der entwickelten Projekte

Die Schirmherrin des Wettbewerbs sowie Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, Ina Scharrenbach, sieht durch den Wettbewerb einen Fokus darauf gelegt: “welch großes Engagement es vor Ort gibt, um aktuelle Herausforderungen zu meistern. Die Räte, die Verwaltungen und die kommunalen Unternehmen arbeiten unablässig daran, die Lebensqualität in ihrer Heimatgemeinde zu steigern. Dabei bedeutet Stadt- und Ortsgeschichte eine dauernde Weiterentwicklung. In ganz Nordrhein-Westfalen werden Konzepte entwickelt, um die Städte, Gemeinden und Kreise weiter voran zu bringen.” Zudem sieht sie den Wettbewerb als gutes Vehikel für die Nachnutzbarkeit von innovativen Lösungen:“Der Wettbewerb der NRW.Bank belohnt die besten Ideen und macht sie landesweit bekannt, damit sie auch in anderen Kommunen genutzt werden können. Die ausgezeichneten Ideen sind ein Musterbeispiel dafür, wie kommunale Wirtschaftsförderung und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können.”

Ein Workshop für die weiteren Plätze

Vier weitere Teilnehmer gewannen einen wertvollen Ideen-Mining-Workshop der Westfälischen Wilhelms-Universität. Folgende Projektträger haben die Möglichkeit, in interdisziplinären Teams und mit speziellen Kreativtechniken die beim Wettbewerb eingereichte Idee weiterzuentwickeln und zu optimieren: der Rhein-Kreis Neuss mit dem Online-Angebot “Pflegefinder”, die Stadt Rheine mit der Begegnungs- und Lernstätte “ART and TECH Station”, die Regionalverkehr Köln GmbH mit dem interkommunalem Pedelec-Verleihsystem “RVK e-Bike” sowie die Gesellschaft zur Weiterverwendung von Mineralstoffen mbH mit dem Qualitätsbaustoff für Leitungsgräben “GWM-Sand”.

Weitere Informationen zum Wettbewerb gibt es unter: www.nrwbank.de/ideenwettbewerb

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