Wolski meint

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Generalmajor a. D. Reinhard Wolski, Dipl.-Ing. (Univ.), ist Experte des Behörden Spiegel und war in seiner letzten Verwendung Chef des Amtes für Heeresentwicklung. (Foto: privat)

Die Mandatierung von Bundeswehreinsätzen ist aktuell oft in der Diskussion. Macht das Parlament alles richtig, bevor es einem internationalen Einsatz der Bundeswehr zustimmt? Ist das Festlegen einer Truppenstärke vor einem Einsatz sinnvoll? Im Übergang von ISAF zu Resolute Support war die Vorab-Begrenzung auf 860 Soldaten und Soldatinnen, die über ein Jahr vorher getroffen wurde, sicher ein Fehler. Es gibt fünf Regeln, die eingehalten werden sollten, bevor Streitkräfte in den Einsatz geschickt werden:

1) Clarity of Purpose and Mission: Eindeutige Festlegung des Zwecks des Einsatzes und des militärischen Auftrags.

2) Unity of Command: Einheitliche Kommandoführung ohne “parallele Befehlsstrukturen”.

3) Resources to match Requirements: Kräfte und Mittel müssen dem Auftrag entsprechen, und ggf. der sich verändernden Lage, angepasst werden.

4) Robust Rules of Engagement: Ein Kontingent muss über alle Einsatzregeln verfügen, die dem militärischen Auftrag auch in sehr kritischen Situationen entsprechen (das Gebot der Verhältnismäßigkeit gilt ja ohnehin).

5) Exit Strategy: Vor einem Einsatz muss festgelegt werden, unter welchen Kriterien und wie der Einsatz beendet wird.

Dies mag etwas simplifizierend klingen, bringt aber Klarheit vor einer Entscheidung!

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