Bürgerbefragung gestartet

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In Saarbrücken hat eine Bürgerbefragung zu Sicherheitsthematiken begonnen. Foto: BS/hakzelf, CC BY 2.0, www.flickr.com)

Das saarländische Innenministerium unter Ressortchef Klaus Bouillon (CDU) hat eine Bürgerbefragung in Saarbrücken begonnen. Sie ist Teil der vom Ministerium in Auftrag gegebenen Kriminalitätsanalyse für die Landeshauptstadt, die als Kriminalitätsschwerpunkt identifiziert wurde. Es werden 4.000 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger um Auskunft gebeten.

Gefragt werden sie unter anderem nach ihren Erfahrungen und Einschätzungen zu verschiedenen Kriminalitätsbereichen, ihrem subjektiven Sicherheitsgefühl und möglichen Problemfeldern in Saarbrücken. Zusätzlich zu den ausgewählten Personen können alle Saarbrücker sowie Menschen, die sich privat oder beruflich regelmäßig in der Stadt aufhalten, online an der Umfrage teilnehmen. Der Fragebogen ist in verschiedenen Sprachen verfügbar, darunter Englisch, Französisch, Italienisch, Russisch und Türkisch.

Die Teilnahme an der Befragung erfolgt freiwillig und ist bis Ende des Jahres möglich. Alle Antworten werden datenschutzkonform anonymisiert verarbeitet, sodass im Nachgang kein Rückschluss auf Personen möglich ist. Die Gesamtresultate der kriminologischen Regionalanalyse zu Saarbrücken werden dann zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht. Sie sollen die Basis für weitere Maßnahmen aus dem Instrumentenkasten der Sicherheits- und Ordnungspolitik bilden.

Detailanalysen werden vorgenommen

Bei der Erstellung der Analyse kooperiert das saarländische Innenministerium mit dem Landespolizeipräsidium, der Saarbrücker Stadtverwaltung, dem Landesinstitut für Präventives Handeln sowie mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes. Dabei erfolgt eine detaillierte Auswertung der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS). Außerdem werden Experteninterviews durchgeführt und sozio-ökonomische Faktoren betrachtet. Innenminister Bouillon appellierte an die Bürger, an der Befragung teilzunehmen. Er sagte: “Es ist wichtig, die Ursachen für die laut Polizeilicher Kriminalstatistik hohe Straftatenbelastung in Saarbrücken herauszufinden, damit wir entsprechende zielgerichtete und wirksame Maßnahmen ergreifen können.” Je mehr Daten gesammelt werden könnten, desto aussagekräftiger werde das Resultat.

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