Mobilfunkgesellschaft wird in Sachsen-Anhalt eingerichtet

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Die 32.000-Einwohner Stadt Naumburg (Saale) im Süden Sachsen-Anhalts soll Sitz der neuen Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft des Bundes sein. (Foto: falco, www.pixabay.com)

Um die weißen Flecken in der Mobilfunkabdeckung zu schließen, baut die Bundesregierung eine Infrastrukturgesellschaft auf. Wie das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) nun bekannt gibt, wird der Sitz der Gesellschaft Naumburg in Sachsen-Anhalt sein.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) sagt dazu: “Dort, wo die Mobilfunknetzbetreiber nicht privat ausbauen und auch keine Versorgungsauflagen bestehen, ergreifen wir die Initiative und treiben den Ausbau in enger Einbindung von Unternehmen und Kommunen voran.” Es geht um über 4.000 Versorgungslücken. Diese sollen über das 1,1 Milliarden Euro schwere Mobilfunkförderprogramm des Bundes geschlossen werden.

Die Infrastrukturgesellschaft soll unter anderem nach geeigneten Standorten für Mobilfunkmasten suchen. Auf bundeseigenem Gelände sollen auch eigene Masten gebaut werden. Außerdem sollen die Mitarbeiter Förderverfahren begleiten und Genehmigungsverfahren abwickeln.

Die Mobilfunkgesellschaft soll als Tochter des bundeseigenen Betreibers der LKW-Maut, Toll Collect, gegründet werden. Der Aufsichtsrat soll die Gründung am 16. Dezember beschließen. Der Aufwuchs auf 100 Beschäftigte soll dann schrittweise erfolgen.

Mit der Wahl des Standortes Naumburg kommt der Bund auch seiner Ankündigung nach, im Zuge des Strukturwandels neue Bundesbehörden in Ostdeutschland anzusiedeln.

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