Schweden baut seine Luftverteidigung aus

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Das Multifunktionsradar Giraffe 4A soll sowohl von Patriot als auch IRIS-T SL genutzt werden. (Foto: Saab)

Vergangene Woche nahm die schwedische Rüstungsbehörde FMV neue mobile Radaranlagen, die Modernisierung bestehender Radarsysteme, sowie die entsprechenden IT-Systeme sowie deren Integration in die schwedischen Luftverteidigungssysteme unter Vertrag. Es handelt sich um einen Auftragswert von 2,1 Milliarden Schwedischen Kronen, was rund 210 Millionen Euro entspricht.

Der Auftrag umfasst mehrere Multifunktionsradare Giraffe 4A sowie Upgrades der bestehenden Giraffe AMB-Bodenradare der schwedischen Streitkräfte. Darüber hinaus wird Saab die vorhandenen sowie zusätzliche Führungs- und Feuerleitsysteme aktualisieren und eine umfassende Integration innerhalb der Flugabwehrbataillone vornehmen.

Die neuen Radare liefern dann die Zieldaten für die schwedischen Luftverteidigungssysteme, sollen also sowohl von Patriot als auch IRIS-T SL genutzt werden. Diese gemeinsame Nutzung von einem Radartyp durch zwei Luftverteidigungssysteme, die dadurch gewissermaßen als ein Gesamtsystem zusammengefasst werden, ist ein durchaus interessanter und wirksamer Ansatz zum Aufbau einer skalierbaren Luftverteidigung.

Die praktische Umsetzung dieses nun unter Vertrag gegangenen schwedischen Weges dürfte dementsprechend weltweit Beachtung finden.

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