NRW: Freiwilligenregister geregelt

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Eine neue Verordnung soll rechtliche und finanzielle Klarheit für den Einsatz der 11.000 Fachkräfte aus dem Freiwilligenregister des Landes NRW schaffen. (Foto: BS/Ro Ma, pixabay.com)

Die Landesregierung in Düsseldorf schafft mit der “Verordnung zur Ausübung eines Freiwilligendienstes in einer epidemischen Lage” (FdVO-NRW) rechtliche und finanzielle Klarheit für den Einsatz der 11.000 registrierten Kräfte aus dem Gesundheits- und Pflegebereich aus dem Freiwilligenregister des Landes. Die Vorlage der FdVO-NRW wurde schon vom Haushalts- und Finanzausschuss gebilligt und muss jetzt noch vom Landtag bestätigt werden. Unter anderem stehen 3.270 Ärztinnen und Ärzte, 1.883 medizinische Fachangestellte und 3.118 Pflegefachkräfte zur Vermittlung bereit.

Mit der Verordnung und dem Register sollen verschiedene Einrichtungen, wie Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Impfzentren sowie Abstrichstellen schnell und unbürokratisch personelle Unterstützung anfordern können. “Es gibt in der aktuellen Situation einerseits viele Menschen die freiwillig helfen wollen und andererseits Gesundheitseinrichtungen die Unterstützung sehr gut gebrauchen können. Mit dem Freiwilligenregister schafft das Land die Plattform, um beide Seiten zusammenzubringen”, fasste der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister, Karl-Josef Laumann (CDU), das Vorhaben zusammen. Das Land Nordrhein-Westfalen kommt nach der Verordnung für den Lohnausfall auf und erstattet den freistellenden Arbeitgebern die Kosten für die registrierten Fachkräfte, die bei Impfzentren oder Einsatzstellen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes tätig werden. Ebenso erhalten auch Selbstständige, die sich freiwillig gemeldet haben, einen Anspruch auf Erstattung ihres Verdienstausfalls gegenüber dem Land.

Freiwillige können aber auch mit den Einsatzstellen eigenständig Arbeitsverträge abschließen. Im Fall des Abschlusses eines Arbeitsvertrages werden die Tarife des öffentlichen Dienstes angewendet. “Mir ist sehr wichtig, dass niemandem durch den Freiwilligeneinsatz Nachteile entstehen. Das hat das Land jetzt durch die Freiwilligenverordnung sichergestellt” erklärte dazu Laumann. Die Ärztekammer Nordrhein und Westfalen-Lippe betreuen das Register und organisieren die Vermittlung der Fachkräfte an die jeweiligen Einsatzstellen.

Weitere Informationen zum Freiwilligenregister des Landes NRW finden sich hier.

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