Wolski meint

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Generalmajor a. D. Reinhard Wolski, Dipl.-Ing. (Univ.), ist Experte des Behörden Spiegel und war in seiner letzten Verwendung Chef des Amtes für Heeresentwicklung. (Foto: privat)

Die Hauptquartiere der NATO Kommando- und der NATO-Kräftestruktur werden turnusmäßig zum Führen von Joint Operations durch das Joint Warfare Centre ausgebildet, in umfangreichen Führungsübungen und durch die NATO zertifiziert. Die Headquarters müssen durch andere Kräfte personell verstärkt und modular zusammengesetzt werden, da die Friedensstruktur nicht immer der Einsatzstruktur entspricht.

Die Übungen sind – wie die Operationsführung in einem Einsatzfall – hochkomplex. Die Stäbe kommen regelmäßig an Grenzen. Insbesondere beim Informationsmanagement, dem Joint Battle Space Management inklusive Cyber und Weltraum, der Joint Intelligence und des Joint Targetings sowie der Strategischen Kommunikation müssen die Hauptquartiere effektiver und effizienter wirken können, in Artikel V und Nicht-Artikel V – Szenarien. Dies hat besondere Bedeutung angesichts eines möglichen Gegners, der schnell und hart in allen Domänen gleichzeitig offensiv wirken kann.

Zur Beschleunigung des Führungsprozesses muss deshalb zukünftig Künstliche Intelligenz unterstützen. Studien dazu könnten und sollten jetzt in der Bundeswehr aufgesetzt und z.B. durch den hier kompetenten Bereich Operations-Research an der Universität der Bundeswehr München bearbeitet werden.

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