Arbeitsabläufe werden angepasst

0
596
Die Polizeien von Bund und Ländern sind gefordert, effektiv gegen Kinderpornografie und deren Verbreitung vorzugehen. Hier ändern sich zum Jahreswechsel die Arbeitsabläufe zwischen den Behörden. (Foto: BS/Falk Jaquart, www.pixelio.de)

Mit Blick auf Meldungen und Hinweise zu kinder- und jugendpornografischem Material ändern sich zum Jahreswechsel die Arbeitsabläufe zwischen den Polizeibehörden von Bund und Ländern. Grund hierfür ist die Gesetzesfassung des Netzwerkdurchsetzungsgesetztes (NetzDG).

Ziel der Änderung ist es laut Bundeskriminalamt (BKA), dass die eingehenden Meldungen noch schneller als bislang an die Polizeien der Länder weitergeleitet werden können. Dadurch würde auch eine schnellere Befassung vor Ort möglich. Weiterhin würden die gemeldeten Sachverhalte intensiv beim BKA geprüft. Ermittelt würde dabei unter anderem, ob sie auch nach dem deutschen Strafrecht verfolgt werden könnten und ob es sich dabei eventuell um einen noch andauernden Missbrauch handelte, heißt es aus dem BKA. Es hatte Meldungen gegeben, wonach Sachverhalte aus diesem Kriminalitätsbereich künftig ohne Vorprüfung durch das BKA an die Landeskriminalämter weitergegeben würden.

Aufgrund der Corona-Krise scheint im Übrigen die Nachfrage nach Kinderpornografie im Netz zu steigen. Die Angebote des live übertragenen Online-Missbrauchs nehmen zu, da es Corona-bedingt größtenteils unmöglich ist, in Länder einzureisen, wo derartige Realtaten bislang stattfanden.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here