NATO fing 2020 rund 350 russische Flugzeuge ab

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Britischer Eurofighter mit russischem Seeaufklärer Tupolew Tu-142. (Foto: Royal Air Force)

Wie die NATO in einer Art Jahresrückblick meldete, flogen NATO-Luftstreitkräfte in ganz Europa im Jahr 2020 über 400 Einsätze, um unbekannte Flugzeuge abzufangen, die sich dem Luftraum der Allianz näherten. Fast 90 Prozent dieser Einsätze – rund 350 – seien als Reaktion auf Flüge russischer Militärflugzeuge erfolgt. Dies ist ein moderater Anstieg gegenüber 2019. “In den letzten Jahren haben wir ein erhöhtes Maß an russischen militärischen Luftaktivitäten in der Nähe der Grenzen des Bündnisses festgestellt”, sagte NATO-Sprecherin Oana Lungescu.

“Russische Militärflugzeuge senden oft keinen Transpondercode, der ihre Position und Höhe angibt, legen keinen Flugplan vor oder kommunizieren nicht mit den Fluglotsen, was eine potenzielle Gefahr für zivile Flugzeuge darstellt”, so die Erläuterung der NATO. “In ganz Europa sind rund 40 Luftüberwachungsradare und Meldeknotenpunkte sowie etwa 60 NATO-Jets rund um die Uhr im Einsatz, um als schnelle Eingreiftruppe für Flugzeuge zu dienen, die in der Nähe des Luftraums der Allianz in Not geraten oder gegen internationale Flugregeln verstoßen. Seit dem Beitritt der drei Länder zum Bündnis im Jahr 2004 betreibt die NATO eine baltische Air Policing-Mission für Estland, Lettland und Litauen.”

Die NATO hat zwei Flugleitzentralen: Eine in Deutschland, die Nordeuropa abdeckt, und eine in Spanien, die den Süden abdeckt. Von hier aus werden alle Flugbewegungen in ganz Europa überwacht.

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