Hamburg digitalisiert seine Buchhaltung

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Start der Umstellung ist in der Kernverwaltung der Hansestadt. Anschließend sollen aber auch die Systeme der Landesbetriebe, Sondervermögen und Hochschulen auf den neuen Stand gebracht werden. (Foto: BS/LoboStudioHamburg, pixabay.com)

Als erstes Bundesland hat die Freie und Hansestadt Hamburg ihr komplettes Buchhaltungs- und Ressourcensystem (SAP-ERP) in der Kernverwaltung erfolgreich auf das System S/4HANA umgestellt. Das neue Verfahren unterstützt die Anwenderinnen und Anwender der Fachbehörden bei den Haushaltsprozessen (Finanzbuchhaltung, Controlling, Anlagenbuchhaltung sowie Kassen- und Einnahmenmanagement). Mit SAP S/4HANA sollen sich die Verwaltungsprozesse des Stadtstaates noch effizienter gestalten und beschleunigen lassen. Zudem bietet das System, das gemeinsam mit dem IT-Dienstleister Dataport in Hamburg eingeführt wurde, laut der Hamburger Verwaltung mit Analysefunktionen in Echtzeit weitere Möglichkeiten, um zum Beispiel Effizienzsteigerungen, Risiken sowie Trends und andere Veränderungen schnell zu erkennen.

Fundament für die digitale Verwaltung

In einem nächsten Schritt sollen nach der Kernverwaltung auch die Systeme der Landesbetriebe, Sondervermögen und Hochschulen folgen. Damit will die Stadt einmal mehr ihrer selbsterklärten Rolle als einer der Vorreiter im Bereich der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung gerecht werden. Die ersten Schritte zur Umstellung unternahm die Finanzbehörde bereits 2018, indem die Datenbanken der Verwaltung gegen eine SAP S/4HANA-Datenbank ausgetauscht wurden. Bereits dadurch konnte Hamburg die Effizienz bestimmter Verwaltungsprozesse deutlich steigern. Im Jahre 2019 wurde dann das neue Hauptbuch eingeführt.

Der Hamburger Finanzsenator Dr. Andreas Dressel will mit den nun neu eingeführten IT-Systemen ein “Fundament für die weitere Digitalisierung der Verwaltung” schaffen. Dressel weiter: “Die Einführung von SAP S/4HANA ist hier ein echter Meilenstein. Nicht zuletzt die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig agiles und flexibles Handeln in der öffentlichen Verwaltung ist. An dieser Stelle nochmals allen Projektbeteiligten einen großen Dank für das hohe Engagement und die Professionalität, mit der das Vorhaben gestemmt wurde.”

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