Weniger Verkehrstote in 2020

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Die Corona-Pandemie hatte teilweise positive Auswirkungen auf die Zahl der Verkehrsunfälle. (Foto: MichaelGaida, pixabay.com)

Die Corona-Pandemie hatte im vergangenen Jahr auch eine positive Auswirkung. Nach Schätzungen der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) fiel die Zahl der Verkehrstoten im Jahr 2020 um fast neun Prozent auf unter 2.800.

Ebenso haben sich die polizeilich erfassten Unfälle gegenüber dem Vorjahr um rund 13 Prozent auf 2,33 Millionen verringert. Dabei reduzierten sich nach Schätzungen der Bundesanstalt auch die Unfälle mit Personenschaden auf rund 272.000. Bei diesen Unfällen verunglückten ungefähr 340.000 Personen. Auf Autobahnen ereigneten sich rund ein Fünftel weniger Unfälle mit Personenschaden. Einzig die Zahlen der nicht-motorisierten Verkehrsteilnehmer gingen nicht bzw. nur gering fügig zurück. Im Jahr 2020 waren etwa 430 getötete Radfahrerinnen und Radfahrer zu beklagen. Im vorangegangenen Jahr waren dies 445. Die Zahl der getöteten Fußgängerinnen und Fußgänger stagnierte bei über 400. 

Kein Rückgang bei Fußgängern

Grund für den Rückgang ist laut BASt in der gesunkenen Fahrleistung durch die Eindämmungsmaßnahmen. Die Fahrleistung, also die gefahrenen Kilometer, sank deutlich unter das Niveau von 2019 um fast elf Prozent auf 673 Milliarden Fahrzeugkilometer. Ein besonderer Rückgang ließ sich auf der Autobahn beobachten. Grundlage für diese Schätzungen bilden die Daten zu Unfällen und Personenschäden bis August bzw. September. Die Zahlen der noch fehlenden Monate würden mittels Zeitreihenmodellen prognostiziert, so die BASt. Aufgrund der besonderen Situation im Jahr 2020 durch die Corona-Pandemie sei eine Vorausschätzung für das Jahr 2020 “mit höheren Unsicherheiten behaftet als üblich.”

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