Landeskatastrophenschutzamt eingerichtet

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Mit dem Niedersächsischen Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz (NLBK) sollen die Kompetenzen im Katastrophenschutz in Niedersachsen gebündelt werden. (Foto: BS/planet_fox, pixabay.com)

Die niedersächsische Landesregierung hat für den Beginn des Jahres die Einrichtung des Niedersächsischen Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutzes (NLBK) mit Sitz in der Residenzstadt Celle beschlossen. Neben Celle soll auch ein Standort in Loy eingerichtet werden. Mit dem Landesamt sollen Personal und Kompetenzen gebündelt werden.

Für das NLBK werden die von der Akademie für Brand- und Katastrophenschutz wahrgenommenen Lehraufgaben und die Zuständigkeiten der Ämter für Brand- und Katastrophenschutz der Polizeidirektionen zusammengelegt. Grund für die Neuorganisation sind die unterschiedlichen Krisensituationen und Katastrophen der vergangenen Jahre. Neben der aktuellen Corona-Pandemie zeigten auch die sogenannte Flüchtlingskrise von 2015 und der Moorbrand in Meppen von 2018, dass ein übergeordnetes Krisenmanagement für zunehmend komplexe und vielschichtige Einsatzlagen nötig geworden ist.

Zu den Aufgaben des NLBK zählen damit unter anderem die Verwaltung des Katastrophenschutzzentrallagers, die Aufsicht über die Werkfeuerwehren, die Begleitung der Aufstellung der Fachdienste im Katastrophenschutz und deren Förderung, die Wahrnehmung der Bundesauftragsverwaltung im Zivilschutz sowie der Technikeinsatz im Brand- und Katastrophenschutz. Für die Wahrnehmung der Aufgaben stehen vier Abteilungen mit Expertinnen und Experten des brandschutztechnischen Dienstes und des Katastrophenschutzes zur Verfügung.

Landesamt soll Ehrenamt stärken

Zudem soll mit dem neuen Landesamt das Ehrenamt im Bereich des Katastrophenschutzes gestärkt werden. Das NLBK soll die landesweiten Ausbildungsangebote gestalten, die Zusammenarbeit der Aus- und Fortbildung optimieren sowie die Akteure besser vernetzen. Dabei wird die Einbindung des zuständigen Regierungsbrandmeisters als Bindeglied in die Freiwilligen Feuerwehren fest verankert. Neben den Standorten in Celle und Loy werden weitere Regionalbüros in der Fläche eingerichtet.

Der niedersächsische Innenminister, Boris Pistorius (SPD), erklärte zu der Einrichtung des Landesamtes: “Mit dem Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz schlagen wir ein neues Kapitel für den Bevölkerungsschutz in Niedersachsen auf. Aus den Großschadenslagen der letzten Jahre und gerade auch aus der aktuellen Pandemie-Lage wissen wir um die Bedeutung eines kompetenten und schlagkräftigen Krisenmanagements. Dahinter stehen Menschen mit professionellen Fähigkeiten für die Vorbereitung und die Lage selbst. Dieses Potenzial fassen wir nun zusammen.”

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