Bundesamt gegründet

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Das neue Bundesamt für Auswärtige Angelegenheiten (BfAA) hat seinen Sitz in Brandenburg an der Havel (Foto). (Foto: BS/Ruben Holthuijsen, CC BY 2.0, www.flickr.com)

Das Auswärtige Amt hat erstmal eine nachgeordnete Behörde im Inland eingerichtet. In Brandenburg an der Havel ist das Bundesamt für Auswärtige Angelegenheiten (BfAA) entstanden. Weitere Dienstsitze befinden sich in Bonn und Berlin.

Die Mitarbeiter des BfAA sollen insbesondere nicht-ministerielle Aufgaben wahrnehmen. Dazu gehören unter anderem die Verwaltung von Fördermitteln und die Unterstützung der Auslandsvertretungen bei der Visabearbeitung. Gleiches gilt für die Personalverwaltung, den zentralen Einkauf und das Management der Auslandsimmobilien. Die neue Bundesoberbehörde verfügt zunächst über rund 75 Mitarbeiter. Deren Zahl soll noch im Jahresverlauf auf mehr als 400 anwachsen. Im Gegensatz zur Verwendung in den diplomatischen Vertretungen weltweit werden die Mitarbeiter des BfAA nicht alle zwei bis drei Jahre den Dienstposten wechseln. Die Gründung des neuen Bundesamtes folgt auch auf Anmerkungen des Bundesrechnungshofes. Dessen Prüfer hatten verlangt, ministerielle und nicht-ministerielle Aufgaben stärker zu trennen und Letztere nicht mehr in einem solch großen Maße wie bislang im Auswärtigen Amt wahrzunehmen. Außenminister Heiko Maas (SPD) sagte zu der erstmaligen Schaffung einer nachgeordneten Behörde seines Hauses seit dessen Wiedererrichtung 1951: “Die Welt hat sich in den letzten Jahren rasant verändert. Das hat auch die Dynamik des außenpolitischen Geschäftes maßgeblich beeinflusst und wir müssen darauf reagieren.”

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