Wolski meint

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Generalmajor a. D. Reinhard Wolski, Dipl.-Ing. (Univ.), ist Experte des Behörden Spiegel und war in seiner letzten Verwendung Chef des Amtes für Heeresentwicklung. (Foto: privat)

Die Bewertung der bestürzenden Ereignisse in Washington D.C. am 6. Januar und die Suche nach deren Gründen haben dazu berufene Persönlichkeiten sowie wieder viele Experten in Deutschland vorgenommen und diesen Bewertungen braucht auch nichts hinzugefügt zu werden.

Es sind aber zum großen Teil äußerst abstrakte Bewertungen zum Stand der amerikanischen Demokratie – das spürt man in den Berichterstattungen.

Ich möchte deshalb kurz die Aufmerksamkeit auf die vielen persönlichen, kameradschaftlichen und partnerschaftlichen Beziehungen lenken, die viele unserer Soldaten und Soldatinnen (und ihrer Angehörigen), die Verbände und Großverbände mit den amerikanischen Streitkräften pflegen. Gemeinsamer Einsatz, gemeinsame und gegenseitige Ausbildung, der große Schutz europäischer Kräfte durch die USA in Afghanistan und anderswo, das ist das, woran wir uns erinnern sollten. Diese Beziehungen ermöglichen echten und ehrlichen freundschaftlichen Dialog – und oft auch mehr Hintergrundwissen. Und man erfährt ein tiefes Grundbekenntnis der amerikanischen NATO-Kommandeure zur Demokratie und zu Europa.

Diese – in der Öffentlichkeit oft unterschätzten – Beziehungen sind ein Pfand, das wir nicht durch zu schulmeisterliches Verhalten verspielen sollten.

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