Angriff auf Schul-Cloud des HPI

0
559
Viele Schülerinnen und Schüler hatten zum Schulbeginn 2021 Zugriffsprobleme. (Foto: zapCulture, www.pixabay.com)

Die HPI Schul-Cloud war Anfang der Woche einem Angriff ausgesetzt. Die Attacke wurde abgewehrt. Der Betreiber, das Hasso-Plattner-Institut (HPI), reagierte mit Anpassungen der Serverkapazitäten.

Die Angreifer setzten die Cloud einer großen Zahl von zusätzlichen Anfragen aus, um das System zu überlasten. Laut HPI konnte der Angriff abgewehrt werden. Durch das ohnehin große Aufkommen von bis zu 25.000 gleichzeitigen legitimen Nutzerinnen und Nutzern auf das integrierte Videokonferenzsystem zu Spitzenzeiten, kam es in der Folge des Angriff zu Leistungseinschränkungen.

Anpassungen vorgenommen

“Ein massiver DDoS-Angriff (Distributed Denial of Service) wie gestern stellt für ein System eine zusätzliche Belastung dar und bindet wichtige Ressourcen, die eigentlich für den Betrieb benötigt werden, in der HPI Schul-Cloud zum Beispiel zur Pandemie-bedingten hohen Nutzung des Videokonferenzsystems BigBlueButton”, erklärt HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel. Zur Sicherung des Betriebs seien mit den Hosting-Dienstleistern Anpassungen vorgenommen worden. Dabei seien Serverkapazitäten verdoppelt worden. Außerdem seien Firewalls angepasst worden, um weitere Angriffe besser abwehren zu können.

Die HPI Schul-Cloud wurde auf Betreiben des Bundesforschungsministeriums als Reaktion auf die Corona-Pandemie bundesweit für Schulen geöffnet. Nach HPI-Angaben nutzen über 970.000 Schülerinnen und Schüler die Plattform. Schon vor der Pandemie war die Cloud in den Ländern Brandenburg, Niedersachsen und Thüringen jeweils als Landes-Bildungscloud eingerichtet.

Startschwierigkeiten beim Heimunterricht

Zum Schulbeginn nach dem Jahreswechsel gab es Probleme mit zahlreichen Lernplattformen, darunter technische Störungen in Rechenzentren, Leistungseinschränkungen und Totalausfälle.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here