Fast 40.000-mal abgehoben

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Im vergangenen Jahr entwickelte sich das Einsatzgeschehen der DRF Luftrettung nur gering rückläufig. (Foto: DRF Luftrettung)

Im Jahr 2020 sind die Flugzeuge und Helikopter der DRF Luftrettung insgesamt 39.917-mal alarmiert worden. Dies entspricht 98 Prozent des Vorjahresniveaus. Dies teilte die DRF-Gruppe in ihrer Bilanz für das vergangene Jahr mit. Dabei stellte, wie bei anderen Einsatzorganisationen auch, die Corona-Pandemie die DRF Luftrettung vor Herausforderungen.

Um den Einsatzbetrieb weiterhin aufrechtzuhalten und den bestmöglichen Schutz der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewährleisten, beschaffte die DRF Luftrettung elf Isoliertragen, sogenannte “EpiShuttles”, mit denen sofort die Maschinen bestückt wurden. Mit diesen “EpiShuttles” können Patienten mit hochansteckenden Krankheiten wie in einer Isolierstation transportiert werden. Neben dem Schutz der Beschäftigten ermöglicht der Einsatz dieser Tragen eine schnellere Einsatzbereitschaft nach dem Transport von diesen Patienten, da Desinfektionsmaßnahmen nach dem Einsatz nicht nötig sind.

Zwei neue Rettungshubschrauber im Einsatz

Zusätzlich zu der Beschaffung der Isoliertragen konnten zwei weitere Rettungshubschrauber in den Dienst gestellt werden. Der neue “Christoph 111” wurde am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden stationiert und übernimmt schwerpunktmäßig Intensivtransporte. Er wurde im Jahr 2020 schon über 460-mal alarmiert. An der Station Bautzen wurde der Hubschrauber “Christoph 114” in Dienst genommen. Dieser soll zur Entlastung bei den Notfalleinsätzen von “Christoph 62” dienen.

Ein weiterer Neuerungsschritt wurde mit der Einführung der Helikopter H 145 mit Fünfblattrotor Ende 2020 vollzogen. Fünfblattrotoren bieten mehr Flugkomfort, einen geringeren Wartungsaufwand und eine höhere Nutzlast. Die DRF Luftrettung ist nach eigenen Angaben die erste Luftrettungsorganisation in Deutschland, die auf diese Technik setzt.

Zu den häufigsten Alarmierungsgründen 2020 zählten, wie in den vorangegangenen Jahren auch, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie Herzinfarkte und Schlaganfälle, sowie Unfälle. Im ersten Lockdown des Frühjahres 2020 konnte jedoch ein Abweichen von der Norm beobachtet werden. Im April mussten die Retter nur etwa halb so oft zu Autounfällen im Vergleich zu den Jahren 2018 und 2019 ausrücken. Während das Unfallgeschehen mit Autos zurückging, stieg die Zahl der Unfälle im Zusammenhang mit Fahrrädern um 75 Prozent zum Vorjahr.

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