“Institut für digitale Teilhabe” gegründet

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Seit Januar gibt es in Bremen ein neues "Institut für digitale Teilhabe". (Foto: falco, pixabay.com)

Auf Initiative des ehemaligen Bremer Staatsrats und IT-Planungsratsvorsitzenden Henning Lühr sowie des Professors für angewandte Medieninformatik an der Hochschule Bremen, Prof. Dr. Benjamin Tannert, wurde an der Hochschule im Januar ein neues “Institut für digitale Teilhabe” gegründet. Die Motivation hinter der Schaffung eines Instituts für dieses Themenfeld erklärt Henning Lühr, der im Oktober seine neue Aufgabe als Professor h.c. für Verwaltungswissenschaften und eGovernment an der Hochschule übernommen hatte: “Die wissenschaftliche Forschung und Unterstützung bei der Digitalisierung und Gestaltung der neuen Arbeitswelt erfordert eine noch bessere anwendungsbezogene Kooperation zwischen Wissenschaft und den tatsächlichen Anwendungen und der Projekte in Betrieben und Verwaltungen. Bremen setzt dabei seine Tradition der Kooperation zwischen Wissenschaft und Praxis fort und entwickelt neue Felder in der Qualifizierung, Beratung und Forschung in der Kooperation mit Anwenderinnen und Anwendern: eGovernment made in Bremen!”.

Lösungen für den Alltag

Das Institut erhält die Aufgabe, seine Lehre, die Forschung sowie seine anwendungsbezogenen Projekte in Bezug auf die digitale Teilhabe in verschiedensten Bereichen (z.B. Wirtschaft und Verwaltung) sowohl zu initiieren als auch zu unterstützen und gleichzeitig zu versuchen, die Ergebnisse in das alltägliche Leben zu implementieren. Zentraler Ansatz soll dabei das Prinzip “User first“ darstellen, das Lühr und Tannert als “die zentralen Leitlinien der Digitalisierung öffentlicher Dienste und in der Wirtschaft“ sehen. Das “Institut für digitale Teilhabe“ biete Unterstützung, Beratung und Prozessbegleitung an, um für bestehende oder neu zu konzipierenden Anwendungen die Barrierefreiheit sicherzustellen. Zudem werde es Workshops, Schulungen und Vorträge zur barrierefreien Gestaltung von Digitalen Medien geben.

Niemanden ausschließen

Ein besonderer Fokus hierbei soll auf dem barrierefreien E-Government liegen. Dies bedeutet zum einen den Zugang zu den elektronischen Angeboten und Dienstleistungen und zum anderen verwaltungsinterne elektronische Abläufe barrierefrei zu gestalten, weil nur dann das Potenzial der elektronischen Medien wirklich ausgeschöpft und niemand von der Nutzung ausgeschlossen werde.

Insgesamt wird sich das neu gegründete Institut laut seinem Gründungsbeschluss mit den Querschnittsaufgaben Wissenstransfer in Aus-, Fort- und Weiterbildung, Beratung, Aufbau einer Wissensdatenbank sowie abschließend Ergebnistransfer befassen.

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