Mittelfreigabe für Zellulare Netze Verlegefähig

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Mit Zellulare Netze Verlegefähig kann die Bundeswehr künftig sichere und effiziente Kommunikationsnetze auch in Gebieten oh¬ne Infrastruktur aufbauen. (Foto: BS/Bundeswehr/Martina Pump)

Vergangene Woche gab der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages 254 Millionen Euro zur Beschaffung des Vorhabens Zellulare Netze Verlegefähig (ZNV) frei. Mit ZNV lässt sich die sichere Kommunikation und Datenverbindung sowohl stationär als auch verlegefähig realisieren.

Hierfür sind in Containern die verschiedenen Elemente gebündelt, um Kommunikationsnetze unabhängig von jeglicher Infrastruktur aufzubauen. Genauer gesagt handelt es sich um ein zellulares Funksystem, welches Sprach- und Schmalbanddatenübertragung über den Bündelfunkstandard “Terrestrial Trunked Radio” (TETRA) abwickelt. Die breitbandige Datenübertragung erfolgt über den Mobilfunkstandard “Long Term Evolution” (LTE). Der TETRA-Standard ermöglicht dabei zudem die geforderte Einbindung in das Netz der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS), die bereits ein flächendeckendes TETRA-Netz in Deutschland nutzen.

“An das System wird eine Vielzahl von Anforderungen gestellt”, betonte die Bundeswehr. “Entscheidend sind flexible Einsatzmöglichkeiten, Netzabdeckung und hohe Nutzeranzahl. Deshalb wird ZNV, 1. Los in zwei Systemvarianten beschafft. Die Systemvariante ZNV, 1. Los C, von der bis zu 40 Systeme beschafft werden sollen, integriert die Systemkomponenten in einem Container. Diese Systemvariante ermöglicht eine Nutzeranzahl von 500 bis 1.000 Teilnehmern und bietet eine Netzabdeckung mit hoher Reichweite. Bei der Systemvariante ZNV, 1. Los B stehen die schnelle Verlegefähigkeit und die schnellere Betriebsbereitschaft und damit die Mobilität des Systems im Vordergrund. Die Komponenten der bis zu 80 Systeme sind in Betriebs-, Transport- und Lagerbehältern integriert, die leichter zu verladen und transportieren sind als ein Container. Dafür ist die Nutzerzahl mit bis zu 100 Teilnehmern geringer. Die insgesamt 120 Systeme werden noch durch die Ausbildungs- und Referenzanlage für beide Varianten sowie die Ausstattung des Gefechtsübungszentrums des Heeres ergänzt.”

Ab 2024 soll ZNV das von der Bundeswehr bisher genutzte Tetrapol-Bw ablösen.

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