Wolski meint

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Generalmajor a. D. Reinhard Wolski, Dipl.-Ing. (Univ.), ist Experte des Behörden Spiegel und war in seiner letzten Verwendung Chef des Amtes für Heeresentwicklung. (Foto: privat)

Während der wünschenswert reibungsfreie Übergang der Regierungsverantwortung von Donald J. Trump zu Joseph R. Biden geschieht – und damit hoffentlich wieder Verlässlichkeit und Dialogfähigkeit im europäisch-amerikanischen Verhältnis auf dem Gebiet der Sicherheits- und Militärpolitik einkehren werden – läuft gerade ein Prozess, der wichtig ist für die Schlagkräftigkeit des westlichen Bündnisses: Der NATO Defence Planning Process, bei dem die Beiträge der Nationen mit militärischen Kräften und Mitteln verhandelt werden. Und der mit dem europäischen CARD-Prozess soweit wie möglich harmonisiert wird.

Der 5-stufige NDPP geht dieses Jahr in die Schlussphase. Und hier ist es wichtig, dass die unter anderem von Deutschland geforderten und angebotenen Fähigkeiten einerseits realistisch sind, und andererseits auch belastbar umgesetzt werden – das ambitionierte Fähigkeitsprofil der Streitkräfte von 2017 ist nach wie vor ein sehr guter Ansatz. Nachlassen im Ausbau des Verteidigungsbeitrages Deutschlands (womöglich noch begründet mit COVID-19) wäre ein ganz schlechtes Signal an die neue Administration und an unsere europäischen Partner. Denn weder Al-Quaida noch Daesh noch der russische Präsident haben ihre Intentionen seit 2017 geändert.

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