Reformen im Bevölkerungsschutz gefordert

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Aus Sicht der Landesverbände des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Baden-Württemberg gibt es viel Reformbedarf im Bevölkerungsschutz. (Foto: BS/bhossfeld, pixabay.com)

Die beiden Landesverbände des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Baden-Württemberg, das Badische Rote Kreuz und der DRK-Landesverband Baden-Württemberg, mahnen im Vorfeld der Landtagswahlen im März Reformen im Bevölkerungsschutz an. Dazu haben die Verbände 22 Positionen formuliert.

Die Landesverbände fordern unter anderem, dass man sich vom der “Projektförderung im Gießkannenformat” hin zu einer strukturellen Sicherung zur Unterstützung ehrenamtlicher Dienste entwickeln müsse. Denn ehrenamtliche Arbeit benötige Planbarkeit mit verlässlichen finanziellen Strukturen. Ebenso müsse in diesem Zusammenhang auch die Anerkennungskultur durch beispielsweise die Anrechnung von Wartesemestern durch ehrenamtliches Engagement bei zulassungsbeschränkten Studiengängen gestärkt werden.

Außerdem müssten die Einsatzstrukturen verstärkt und komplett durch das Land finanziert werden. Die derzeitige Refinanzierung durch das Land für die Aufrechterhaltung des Katastrophenschutzes sei unzureichend, kritisieren die Verbände. Als Beispiel führen die Rotkreuzler die mangelhafte Refinanzierung der Unterbringung der Einsatzfahrzeuge an.

Zudem müssen die Potentiale der Digitalisierung auch im Katastrophenschutz ankommen. Dazu soll eine gemeinsame Arbeitsgruppe mit dem Land und den Hilfsorganisationen eingerichtet werden. Dabei gehe es nicht nur um digitale Lösungen für den Einsatzfall vor Ort, sondern auch für die Aus- und Fortbildung von Kräften sowie für eine landesweite Lagedarstellung.

“Wir erwarten, dass sowohl die Rettungswachen als auch die Einsatzstrukturen des Katastrophenschutzes ausreichend finanziert sein müssen; wir wollen, dass auch gemeinnützige Organisationen Zugang zur Digitalisierungsförderung bekommen müssen; wir fordern nicht zuletzt mehr Gerechtigkeit in der stationären Pflege. Das sind drei konkrete Themenfelder neben einigen weiteren. Bei allen haben wir dabei die Interessen der Menschen in unserem Land im Fokus”, fasste Barbara Bosch, Präsidentin des DRK-Landesverbands Baden-Württemberg, die Forderungen zusammen. Das komplette DRK-Positionspapier findet sich hier.

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