Von Grenzschutz bis Täterfahndung

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Mit über 200 Pilotinnen und Piloten waren die Fliegerstaffeln der Bundespolizei im vergangenen Jahr mit Hubschraubern im Einsatz. (Foto: BS/schauhi, pixabay.com)

Mitte Juli des vergangenen Jahres sei es in bewohnten Ortschaften beinahe täglich zu Überflugen von Hubschraubern der Bundespolizei gekommen. Beschwerden von Anwohnern führten zu einem erhöhten Interesse an den Einsatzgründen für die Flüge. Eine Antwort der Bundesregierung auf die Anfrage der Linken-Fraktion im Bundestag gibt Aufschluss über die Hubschraubereinsätze der Bundespolizei im vergangenen Jahr.

Der Verantwortungsbereich der Fliegerstaffeln der Bundespolizei umfasst von der Grenzüberwachung bis hin zur Katastrophenhilfe zahlreiche Aufgabengebiete. In insgesamt über 20.000 Flugstunden kamen die rund 200 Pilotinnen und Piloten im vergangenen Jahr zum Einsatz, wie aus der Stellungnahme der Bundesregierung hervorgeht. Um die Einsatzfähigkeit der Hubschrauber und einen reibungslosen Ablauf des Betriebs zu gewährleisten, gehören auch zahlreiche Flugtechniker, Systemoperatoren und weiteres Bodenpersonal zu den Kräften der Bundespolizei. Die anfallenden Kosten für die Flüge sind abhängig von den zum Einsatz kommenden Hubschraubermodellen. Mit Posten wie Instandsetzung, Missionsausstattung und Treibstoffen beliefen sich die Gesamtkosten für die Hubschrauber der Bundespolizei im vergangenen Jahr auf über 27 Millionen Euro.

Auch die Anlässe der absolvierten Flüge werden von der Bundesregierung in ihrer Antwort auf die parlamentarische Anfrage aufgeschlüsselt. Mit 85 Prozent handelte es sich bei einem Großteil der Flüge um Einsatzflüge. In zehn Prozent war eine Fortbildung Grund des Fluges. Während weitere drei Prozent der Flüge ihre Ursache in Werkstattbesuchen hatten, entfielen die restlichen zwei Prozent der Flüge auf einen Check der Funktionstüchtigkeit der Maschinen.

Um den Lärmbeschwerden nachzugehen, benennt die Bundesregierung ebenfalls konkrete Einsatzgründe zu von der Linken-Fraktion angefragten Flügen. So war es beispielsweise für Täterfahndungen nach Diebstahl und Sachbeschädigung nötig, bewohntes Stadtgebiet zu überfliegen. In einem anderen Fall handelte es sich um einen planmäßigen Überwachungsflug.

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