Wolski meint

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Generalmajor a. D. Reinhard Wolski, Dipl.-Ing. (Univ.), ist Experte des Behörden Spiegel und war in seiner letzten Verwendung Chef des Amtes für Heeresentwicklung. (Foto: privat)

Im Hinblick auf den NATO Planungsprozess (NDPP) und die nun hoffentlich wieder erstarkende transatlantische Partnerschaft ist es wert, einen Blick auf die NATO-Kräfte – insbesondere die zehn Multinationalen Korpsstäbe (z.B. das ARRC oder die NATO Rapid Deployable Corps) – zu werfen. Und ihre Eignung zu prüfen, gegen einen ebenbürtigen Gegner zu bestehen.

Jack Watling vom Royal United Services Institute (RUSI) und General (ret) Sean MacFarland von der Association of the United States Army (AUSA)  haben dazu eine Studie herausgegeben, die der weiteren Betrachtung sehr wert ist.

Die Studie untersucht die Reaktionsfähigkeit, die Ausbildung und vor allem die notwendigen Kräftedispositive für die Korps. Die Korpsebene, oft taktisch gesehen, aber mit durchaus operativer Wirkung, bedarf neben gut ausgebildeten Divisionen (die im Spannungsfall der NATO erst unterstellt werden müssen) vor allem schlagkräftiger Kräftemultiplikatoren als Korpstruppen.

Nur mit diesen “Enablern”, z.B. weitreichendem Feuer einschließlich Zielaufklärung, Logistikkommando, Hubschrauberbrigade, Cyber-Kräften, Flugabwehrverband, Pionierbrigade, und weiteren brigadestarken Kräften, kann das Korps in einem hochintensiven Gefecht die Handlungsüberlegenheit erlangen.  Vor allem diese Kräfte müssen als organischer Bestandteil der NATO-Korps im NDPP gewonnen werden.

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