Falsche Polizeibeamte durchschaut

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Bundesweit geben sich Betrüger am Telefon als Polizeibeamte aus (Foto: BS / Free-Photos, pixabay.com)

Die Digitalisierung eröffnet auch der Polizei neue Wege, Bürgerinnen und Bürger über Verbrechen aufzuklären. In Baden-Württemberg informiert die Polizei nun mit einem Präventionsfilm über eine Betrugsmasche. Trotz Kontaktbeschränkungen soll so weiterhin Aufklärungsarbeit geleistet werden.

Mit dem Kurzfilm “durchschaut” berichtet die Polizei in Zusammenarbeit mit der Filmakademie Baden-Württemberg über die Betrugsmasche “Falscher Polizeibeamter”. In einem Telefonat geben sich Betrüger dabei als Polizeibeamte aus und bringen vornehmlich ältere Menschen dazu, ihnen Geld oder Wertsachen zukommen zu lassen. Allein im Jahr 2019 stellte die Polizei Baden-Württemberg über 300 Straftaten dieser Methode fest. Dabei entstand eine Schadenssumme von fast 7,5 Millionen Euro.

Nur in rund zwei Prozent der Betrugsversuche kommt es zu einer Vollendung der Straftat. Viele Menschen reagierten bereits wie empfohlen, indem sie bei Verdacht das Telefonat sofort beendeten und sich mit der Polizei in Verbindung setzten. Dennoch sei jedes Opfer eines zu viel, meint Hartmut Grasmück, Landesvorsitzender des Opferhilfevereins Weißer Ring e.V. in Baden-Württemberg und spricht sich für die digitalen Strategien in der Prävention aus.

“Landesweit informiert die Polizei etwa in Webinaren oder Telefonsprechstunden, um Bürgerinnen und Bürger auch abseits von Präsenzveranstaltungen zu erreichen”, erklärt Innenminister Thomas Strobl (CDU) die Öffentlichkeitsarbeit der Polizei in Pandemie-Zeiten.Mehr als die Hälfte der Über-65-Jährigen informiere sich regelmäßig über digitale Medien. Doch auch im Wartebereich vieler Impfzentren Baden-Württembergs soll der Film präsentiert werden, um ein noch breiteres Publikum zu erreichen.

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