Öffentliche Banken sichern Unternehmen Unterstützung zu

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Nach dem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts im vergangen Jahr wird in diesem Jahr eine Steigung prognostiziert (Foto: BS / mohamed_hassan, pixabay.com)

Durch die Corona-Pandemie ging das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vergangenen Jahr um fünf Prozent zurück. Der Jahreswirtschaftsbericht stellt für dieses Jahr nun einen Anstieg von drei Prozent in Aussicht. Damit sind die Erwartungen seit der letzten Prognose gesunken. Auf öffentlicher Seite fällt die Bewertung dennoch positiv aus.

Auch wenn der Rückgang des Bruttoinlandsprodukts 2020 geringer ausfiel als befürchtet, gleiche das Ausmaß der Rezession im vergangenen Jahr dem 2009 durch die globale Finanzkrise ausgelösten Konjunktureinbruch. Die diesjährige wirtschaftliche Entwicklung wird ebenfalls vom Verlauf der Pandemie und den Folgen der Eindämmungsmaßnahmen geprägt sein. Wurde im Herbst noch ein Wachstum des BIP von 4,4 Prozent prognostiziert, sind es drei Monate später 1,4 Prozent weniger.

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) zeigt sich jedoch hoffnungsvoll: „Wir haben Grund zur Zuversicht. Wir haben eine historische Bewährungsprobe für unser Land und unsere Wirtschaft bisher gemeinsam gut bewältigt.“ Mit Wirtschaftshilfen habe man die Effekte der Krise abfedern können. Dieser Kurs soll fortgesetzt werden.

Während die akute Stabilisierung der Wirtschaft besondere Aufmerksamkeit erfährt, sollen auch langfristige wirtschaftliche Entwicklungen angetrieben werden. Die Krise habe gezeigt, welche Bedeutung der Digitalisierung für eine widerstandsfähige Wirtschaft zukomme. Die digitale Infrastruktur soll daher weiter ausgebaut werden. Auch in der Energiewende sollen Fortschritte erzielt werden. Klimaschutz und eine starke Wirtschaft sollen sich gegenseitig nicht ausschließen.

Sobald die pandemiebedingten Beschränkungen aufgehoben werden können, solle die Wirtschaft wieder Aufschwung erfahren. Dennoch werde eine Wirtschaftsleistung wie vor der Krise wahrscheinlich erst wieder Mitte nächsten Jahres erreicht. Um die Ziele zu verwirklichen, sollen nicht Steuererhöhungen beschlossen, sondern Investitions- und Beschäftigungsanreize geschaffen werden, so der Minister.

„Der Jahreswirtschaftsbericht erlaubt vorsichtigen Optimismus“, meint auch Iris Bethge-Krauß, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands Öffentlicher Banken (VÖB). Die öffentlichen Banken stünden weiter bereit, Unternehmen in dieser existenziellen Phase zielgerichtet zu unterstützen. „Dadurch werden die Strukturen für den Aufschwung erhalten, der wiederum die Voraussetzung für die notwendige Transformation der Wirtschaft darstellt.“, so Bethge-Krauß.

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