Wirecard: Felix Hufeld verlässt die BaFin

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Bei der BaFin kommt es nach dem Wirecard-Skandal zu einem Wechsel an der Führungsspitze. Präsident Felix Hufeld macht Platz für einen Nachfolger an der Spitze der Finanzaufsicht. (Foto: Bernd Roselieb/BaFin)

Bundesfinanzminister Olaf Scholz und der Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, Felix Hufeld, sind heute in einem gemeinsamen Gespräch einvernehmlich zu dem Entschluss gekommen, dass es aufgrund der Enthüllungen zum Wirecard-Skandal, neben organisatorischen Veränderungen auch einen personellen Neustart an der Spitze der BaFin geben soll.

Der Skandal um die Wirecard AG habe offenbart, dass die deutsche Finanzaufsicht eine Re-Organisation brauche, um ihre Aufsichtsfunktion effektiver erfüllen zu können. Dazu habe das Bundesfinanzministerium im Herbst eine Untersuchung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse in der kommenden Woche präsentiert werden sollen. Erst gestern hatte die BaFin einen ihrer eigenen Mitarbeiter wegen Insiderhandel mit Papieren der Wirecard-AG angezeigt.

Scholz bedanke sich bei Hufeld für sein großes Engagement an der Spitze der BaFin in den vergangenen acht Jahren. Er habe die Finanzdienstleistungsaufsicht in Deutschland und Europa in dieser Zeit maßgeblich geprägt und entscheidend vorangebracht. Hufeld selbst erklärte, dass die BaFin in den letzten Jahren in vielfacher Hinsicht an Relevanz gewonnen habe. “Nun gilt es weitere Aufgaben anzupacken, für deren Bewältigung ich meinem Nachfolger oder Nachfolgerin nur das Beste wünsche”, so der scheidende BaFin-Präsident.

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