Leopard erhalten abstandsaktives Schutzsystem

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Zur Einrüstung von Trophy müssen die Wannen der Panzer ausgetauscht werden. (Foto: BS/Bundeswehr/Marco Dorow)

Am 27. Januar bewilligte der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages die Mittel zur Beschaffung des abstandsaktiven Schutzsystems Trophy des israelischen Unternehmens Rafael für die Kampfpanzer Leopard 2. “Das gewählte System kann die Bedrohung durch Panzerabwehrlenkflugkörper und -handwaffen erheblich reduzieren. Die israelischen Streitkräfte setzen das Trophy-System bereits erfolgreich ein”, schrieb die Bundeswehr zur Entscheidung.

Trophy ist ein so genanntes Hardkill-Schutzsystem. Dies bedeutet, dass die anfliegende Bedrohung – Lenkflugkörper, Panzerwaffe… – aktiv zerstört wird, statt beispielsweise nur die Sensoren des Angreifers zu stören.

“Das Schutzsystem Trophy bietet einen Rundumschutz gegen Panzerfäuste und Lenkflugkörper und dient damit dem Schutz der Soldatinnen und Soldaten. Die Besatzung des Leopard 2 kann das System je nach Bedrohungs- und Auftragslage jederzeit aktivieren oder ausschalten, um so beispielsweise die Gefährdungen von Dritten zu reduzieren”, beschreibt die Bundeswehr. “Mit dem Vorhaben werden einige der Kampfpanzer Leopard 2 A6 A3 umgerüstet. Auch auf einem Versuchsträger für die entwicklungstechnische Betreuung wird das Schutzsystem eingerüstet werden. Dafür müssen die Wannen der Fahrzeuge ausgetauscht werden, um die zusätzlich notwendige Stromversorgung zu integrieren. Daneben werden die erforderlichen Ersatzteile, Munition, aber auch Transport- und Lagercontainer geordert werden.”

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