BSI-Kongress: “Die Spinne im Netz”

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Das BSI feiert in diesen Stunden seinen dreißigsten Geburtstag: digital, im Zuge des 17. IT-Sicherheitskongresses. (Foto: BSI-Präsident Arne Schönbohm im Lifestream) (Screenshot: BS/BSI)

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist die Cyber-Sicherheitsbehörde des Bundes, aber auch Deutschlands. “Die Fäden der Cyber-Sicherheit laufen im BSI zusammen”, sagte der Präsident Arne Schönbohm. Wie eine Spinne im Netz sei das Bundesamt vielfach nach innen und außen vernetzt. Mit seinem 17. Deutschen IT-Sicherheitskongress bietet das BSI einen – pandemiebedingt digitalen – Ort des Austausches für die IT-Sicherheitsszene und feiert gleichzeitig 30. Geburtstag: ein stolzes Alter für eine Cyber-Sicherheitsbehörde.

Zu den Gratulanten gehörte Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. Die Mitarbeiter des BSI stellten ihre Kompetenz auf dem Kongress und vor allem in ihrer täglichen Arbeit unter Beweis, so Merkel. “Sie machen unser Land sicherer. Dafür danke ich Ihnen sehr.” Dabei betonte die Kanzlerin die wichtigen Aufgaben des Bundesamts im Bereich der Standardisierung und Zertifizierung, sowie der Beratung und nicht zuletzt der Sicherung der Bundes-IT. “Bei allem technologischen Fortschritt, bei allen Möglichkeiten der Wertschöpfung, die mit Digitalisierung verbunden ist, dürfen wir eines nicht außer Acht lassen: Digitalisierung und Informationssicherheit gehören zusammen.” Es brauche Stärke in beiden Bereichen, so Merkel weiter. Das entscheide wesentlich darüber, wie erfolgreich Deutschland in Zukunft sein würde.

Das zeigten auch die Erfahrungen der letzten Monate, wie Schönbohm ergänzt. Im “Brennglas der Pandemie” sei mit dem Digitalisierungsschub die Bedeutung der Informationssicherheit und Resilienz der IT-Strukturen noch einmal deutlich geworden. Gelernt habe man auch, wie flexibel und einfallsreich Cyber-Kriminelle in Krisen ihre Methoden anpassen. Schönbohm: “Wir haben aber auch gezeigt: Das BSI kann sich schnell auf neue Situationen einstellen und zielgruppengerecht Angebote machen.” So mit ausführlichen Sicherheitsempfehlungen zu Homeoffice und Videokonferenzsystemen. Eingebunden war die Behörde auch bei der sicheren Gestaltung der Corona-Warn-App, beim sicheren Ausbau der Kapazitäten für mobile Arbeit in der Bundesverwaltung und mit Sicherheitsanalysen von Sormas, dem Pandemie-Management-Tool für die Gesundheitsämter.

Besucherrekord erreicht

Der erste digital durchgeführte BSI-Kongress hatte allein zu Eröffnung rund 7.000 Zuschauer. Das sind etwa zehnmal so viele, wie der traditionelle Veranstaltungsort, die Stadthalle Bad Godesberg, fasst. Rund 30 Beiträge von IT-Sicherheitsexperten aus dem BSI, der Forschung und der Digitalwirtschaft drehen sich u. a. um mobile Kommunikation, Identitätsmanagement und Post-Quanten-Kryptografie.

Mehr zum BSI-Kongress lesen Sie im Sonderteil der kommenden Februar-Ausgabe des Behörden Spiegel.

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