Wolski meint

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Generalmajor a. D. Reinhard Wolski, Dipl.-Ing. (Univ.), ist Experte des Behörden Spiegel und war in seiner letzten Verwendung Chef des Amtes für Heeresentwicklung. (Foto: privat)

Dass der neue Verteidigungsminister der USA, General (ret.) Lloyd Austin III (der übrigens seine erste Truppenverwendung bei der 3. Infanteriedivision in Deutschland hatte), nach seinem ersten Anruf bei dem NATO-Generalsekretär den britischen Verteidigungsminister kontaktierte, verwundert mich nicht. Diese beiden Staaten sind seit jeher militärisch engstens verbunden und Großbritannien bringt wohl als einzige europäische Nation kohärente globale maritime Fähigkeiten und Interessen mit.

Die Frage ist eher, was Deutschland machen kann. Und hier tritt die möglicherweise vergessene “Silent Alliance” zwischen Großbritannien und Deutschland in den Vordergrund. Die Silent Alliance bestand militärpolitisch, um trotz der sehr engen Partnerschaft mit Frankreich (und dem erhofften “Weimarer Dreieck” mit Polen, das hat leider nicht so geklappt), die grundsätzlich sehr guten militärpolitischen und operativen Verbindungen zu halten. Und das sollte man auch offen wieder aufgreifen:  Zusammenarbeit z.B. im binationalen Pionierbataillon, bei der Einführung des Waffensystems Boxer durch das Vereinigte Königreich, dem Eurofighter (gemeinsames Air Policing), dem German Operational Sea Training, und das “Joint Vision Statement” sind gute und vor allem ausbaufähige Ansatzpunkte der Allianz zwischen Deutschland und Großbritannien.

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