Living Lab beim DRZ eingeweiht

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Gefährliche Einsätze sollen künftig mithilfe von Robotertechnologien bestritten werden. (Foto: BS/Klawon)

Die Digitalisierung eröffnet neue Wege in der zivilen Gefahrenabwehr. Drohnen und Rettungsroboter könnten künftig die Einsatzkräfte der Feuerwehr und Rettungsdienste bei ihrer Arbeit unterstützen. Um die Entwicklung voranzutreiben, weihte das Deutsche Rettungsrobotik-Zentrum (DRZ) nun das “Living Lab”, in dem Robotersysteme der zivilen Gefahrenabwehr unter realen Bedingungen entwickelt und getestet werden sollen, ein.

Im anschließenden virtuellen Workshop stellten auch Vertreter von Industrie und Wissenschaft die Einsatzmöglichkeiten und ihre Erfahrungen mit verschiedenen Technologien vor. So berichteten unter anderem die Technische Universität Darmstadt von bodengebundenen Robotersystemen und die Universität Bonn von unbemannten Luftsystemen. Mit der Berliner Feuerwehr waren ebenso Vertreter der Praxis geladen. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des DRZ, Oskar von Stryk, betonte dabei die Bedeutung des Austauschs von Einsatzkräften, Wissenschaftler und der Industrie.

Durch die pandemiebedingten Einschränkungen sind eine feierliche Eröffnungsveranstaltung und ein wissenschaftliches Symposium erst für Ende Mai vorgesehen.

Einsatzkräfte begeben sich bei ihren Einsätzen oft in Gefahr. Dennoch müssen sie auch in Gefahrensituationen schnell und präzise agieren. An ihrer Stelle könnten jedoch beispielsweise künftig Löschdrohnen Brände bekämpfen, bei denen Einsatzkräfte ansonsten ihr Leben riskieren würden. “Insbesondere sogenannte menschenfeindliche Umgebungen mit Gefahrstoffen, radioaktiver Strahlung oder beispielsweise Trümmern nach Teileinstürzen von Gebäuden bedeuten immer noch große Herausforderungen für Einsatzkräfte“, hebt Dirk Aschenbrenner, Koordinator des Forschungsverbundes für das DRZ, die gefährlichen Bedingungen hervor, die Einsatzorte aufweisen können.

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