Einheitliche Zertifizierung für 5G-Netze

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Eine einheitliche Sicherheitszertifizierung von 5G-Netzen in Europa soll sowohl Unternehmen als auch Kunden Vorteile bringen. (Foto: JESHOOTS-com, www.pixabay.com)

Die Europäische Kommission beauftragt die Agentur der Europäischen Union für Cyber-Sicherheit (ENISA) mit der Ausarbeitung eines Zertifizierungssystems für die Cyber-Sicherheit von 5G-Netzen. Zurzeit gibt es noch viele verschiedene Systeme einzelner Mitgliedsstaaten. Eine einheitliche Lösung soll die Sicherheit von 5G ausbauen.

Unternehmen soll das systemübergreifende Handeln leichter gemacht werden. Kunden will die EU-Kommission zu einem besseren Verständnis der Sicherheitsrichtlinien von Produkten und Diensten verhelfen. Mit der Verbesserung der Netze soll auch das Vertrauen in die genutzten Technologien steigen.

“Die Zertifizierung von 5G-Netzen erweist sich als logischer nächster Schritt in der EU-Cyber-Sicherheitsstrategie für das digitale Jahrzehnt. Die neue Initiative baut auf den Maßnahmen auf, die bereits ergriffen wurden, um die Cyber-Sicherheitsrisiken der 5G-Technologie zu mindern”, begründet der Exekutivdirektor der ENISA, Juhan Lepassaar, den Auftrag der Europäischen Kommission. Die Entwicklung des Zertifizierungssystems geschieht dabei im Rahmen des Rechtsakts zur Cyber-Sicherheit (EU Cyber Security Act), der Regelungen für die IT-Sicherheitszertifizierung vorgibt.

EU-Kommissar für den Binnenmarkt, Thierry Breton, betont zudem die Wichtigkeit einer europäischen Zusammenarbeit: “Die EU-weite Zertifizierung in Kombination mit anderen Arten von Maßnahmen in der EU-5G-Toolbox unterstützt unsere Bemühungen, die 5G-Sicherheit zu optimieren und technische Schwachstellen zu beheben. Deshalb ist es wichtig, dass die Mitgliedstaaten weitere Fortschritte bei der Umsetzung der Toolbox machen.”

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