Neue (alte) Standorte der Streitkräfte

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(Foto: Bundeswehr/Sebastian Wilke)

Heute informierte der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Eberhard Zorn, in seinem Tagesbefehl über die aktuellen Planungen im Rahmen der Anpassung der Grobstruktur für die Stationierung der Streitkräfte. Der Aufwuchs macht sich auch hier deutlich bemerkbar, da Standorte wiederbelebt oder neu aufgebaut werden, während Strukturanpassungen in der Vergangenheit fast ausschließlich Standortschließungen bedeuteten.

“Im Zuge der Refokussierung auf die Landes- und Bündnisverteidigung wurden zwei weitere Entscheidungen getroffen, die die Strukturen der Bundeswehr mit Blick auf ihre Einsatzbereitschaft, Bündnisfähigkeit und Flexibilität stärken.”, beschreibt General Zorn im “Tagesbefehl des Generalinspekteurs”. “So wird zur Sicherstellung der Führungsfähigkeit der 10. Panzerdivision ab dem 1. April 2021 am Standort Veitshöchheim das Fernmeldebataillon 10 neu aufgestellt. Zudem wird im Rahmen der deutsch-britischen Kooperation das in Minden stationierte Panzerpionierbataillon 130 ab dem 1. Oktober 2021 in ein deutsch-britisches amphibisches Pionierbataillon umgegliedert, um die Verfügbarkeit der Unikatfähigkeit Schwimmschnellbrücke in der NATO nachhaltig zu sichern.”

Ein weiterer wichtiger Punkt betrifft den Ausbau der Logistikkapazitäten: “Hinsichtlich der im Januar 2019 getroffenen Entscheidung zur Wiederinbetriebnahme bereits geschlossener oder zur Schließung vorgesehener ortsfester Lagereinrichtungen hat die Bundesministerin der Verteidigung, Annegret Kramp-Karrenbauer, nun die Stationierung der für den Betrieb dieser acht Lagereinrichtungen erforderlichen Organisationselemente wie folgt entschieden: Munitionslager Altheim mit Bundeswehr-Feuerwehr am Standort (StO) Walldürn mit rund 70 Dienstposten (DP), Munitionslager Lorup am ehemaligen StO Lorup mit rund 50 DP, Munitionslager Kriegsfeld am ehemaligen StO Kriegsfeld mit rund 100 DP, Materiallager Hardheim am StO Hardheim mit rund 90 DP, Materiallager Huchenfeld am ehemaligen StO Pforzheim mit rund 70 DP, Materiallager Königswinter am ehemaligen StO Königswinter mit rund 80 DP, Materiallager Ladelund am ehemaligen StO Ladelund mit rund 80 DP, Materiallager Bargum am ehemaligen StO Bargum mit rund 60 DP, Die Aufstellung der einzelnen Dienststellen erfolgt zeitlich versetzt bis in das Jahr 2029. Mit der Wiederbelebung der ehemals sechs zur Aufgabe entschiedenen Standorte erhöht sich die Anzahl der künftigen Standorte der Bundeswehr in Deutschland (einschließlich Kaufbeuren) auf dann 271.”

An Schließungen verkündete der Generalinspekteur nur die Blücher Kaserne in Münster, die an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben übergeben wird. Die Rückgabe der Liegenschaft Luftverteidigungsanlage Bunker Martin in Meßstetten wird aktuell hingegen ausgesetzt, die frühere Entscheidung zur Auflösung der Liegenschaft Fliegerhorst Kaufbeuren zurückgenommen.

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