Neuland bei der DFV-Wahl

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Die Wahl zum Präsidenten des Deutschen Feuerwehr Verbandes (DFV) findet ausschließlich virtuell statt. (Foto: BS/Thor Deichmann, pixabay.com)

Feuerwehrverbandes (DFV) schon verschoben. Am 27. Februar findet nun die erste digitale Versammlung und Wahl statt. Eine Premiere für den Verband.

Für die virtuelle Versammlung steht eine Online-Plattform zur Verfügung, in der sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer einloggen. Dazu erhält jeder Delegierte einen Zugang. Die Zugangsdaten werden im Voraus zugesandt. Um eine datenschutzkonforme sowie eine geheime Wahl zu gewährleisten, bekommt jeder Wahlberechtigte einen sogenannten Wahl-Token zugeschickt. Dieser ist personalisiert und regelt den Zugang zu den digitalen Wahlräumen. Im Unterschied zu der kürzlich stattgefundenen Wahl des CDU-Vorsitzenden findet anschließend keine Briefwahl zur Bestätigung des Wahlergebnisses statt.

Gleiche Kandidaten wie bei vergangener Wahl

Aufgrund der erneuten Verschiebung der Wahl im Oktober mussten die Kandidaten erneut nominiert werden. Wie bei vergangenem Anlauf der Wahl stehen wieder der stellvertretende Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes Brandenburg (LFV BB), Frank Kliem, und der Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen (LFV NDS), Karl-Heinz Banse, sowie der Berliner Landesbranddirektor, Dr. Karsten Homrighausen, zur Abstimmung. Die Präsenzwahl sollte eigentlich am 24. Oktober mit 172 Delegierten in Fulda stattfinden. Zuvor sollte die Wahl zeitgleich mit dem 29. Feuerwehrtag auf der Messe Interschutz im Sommer 2020 abgehalten werden. Als Konsequenz der Verschiebung musste jedoch das Wahlverfahren erneut eröffnet werden. Eine digitale Delegiertenversammlung sieht das Regelwerk des DFV nicht vor, kann jedoch aufgrund des “Gesetzes zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie” aus dem März 2020 durchgeführt werden.

Eine Wahl ist nötig geworden, nachdem Ende 2019 der damalige DFV-Präsident Hartmut Ziebs zurückgetreten war. Es ging ein langer interner Streit im Verband voran. Der Konflikt entzündete sich an Personalentscheidungen und Ziebs Warnung vor rechtsnationalen Tendenzen in der Feuerwehr.

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