Niedrigste Kriminalität seit 1979

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Die Corona-Pandemie führt zu einer Verlagerung von Straftaten in den privaten und digitalen Raum. (BS / PDBVerlag, pixabay.com)

Hamburgs Kriminalstatistik für das vergangene Jahr liegt vor. Die Zahl der erfassten Delikte ist so niedrig wie zuletzt 1979. Die Corona-Pandemie kann dabei als ursächlich angesehen werden. Dennoch hat die Häufigkeit einiger Straftatbestände zugenommen.

Mit rund 200.000 erfassten Delikten sank die Kriminalität in Hamburg 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Prozent. Durch die Kontaktbeschränkungen während der Pandemie verbrachten viele Menschen mehr Zeit zuhause. Infolgedessen sank die Zahl der Wohnungseinbrüche um über 20 Prozent. Auch die Häufigkeit von Taschendiebstählen nahm durch das heruntergefahrene öffentliche Leben stark ab. Fast 25 Prozent weniger Delikte als 2019 konnten hier erfasst werden.

Während auf der einen Seite die Gewalt auf öffentlichen Straßen oder Plätzen abnahm, stieg die Zahl der Gewalttaten in Wohnobjekten an. Auch die Zahl der Delikte von Partnerschaftsgewalt erhöhte sich im vergangenen Jahr. Hierbei waren rund 80 Prozent der Opfer Frauen. Auch bei Betrugsdelikten zeigt sich eine Verlagerung der Straftaten: Während die Gesamtfallzahl von Betrügen abnahm, gab es einen deutlichen Zuwachs an Betrugsfällen im Bereich des Onlinehandels.

Die hohe Nachfrage an Fahrrädern in der Pandemie macht sich auch in der Kriminalstatistik bemerkbar: Über 20 Prozent mehr Zweiraddiebstähle waren im Vergleich zum Vorjahr in der Hansestadt zu verzeichnen. “Unsere Polizei hat im Pandemie-Ausnahmejahr 2020 enorme Leistungsfähigkeit bewiesen. Neben der Überwachung der Corona-Regeln ist es den Kolleginnen und Kollegen gelungen, das Leben in Hamburg auch im vergangenen Jahr wieder ein Stück sicherer zu machen”, unterstreicht Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD).

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