Bundesbedienstete mit Wirecard-Aktien

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Zwei Beschäftigte der Bundesverwaltung hatten über Geschäfte mit Wirecard-Aktien geschwiegen. (Foto: Victoria Huber, CC BY 2.0, www.flickr.com)

Zwei Mitglieder der mit der Wirecard AG befassten Abschlussprüferaufsichtsstelle (APAS) haben mit Aktien des Skandalunternehmens gehandelt, ohne dies mitzuteilen. Das räumte die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der FDP-Fraktion im Bundestag ein.

Zum einen handelt es sich um den derzeit beurlaubten APAS-Leiter. Dieser hatte zu seinen Aktiengeschäften vom April und Mai 2020 im Wirecard-Untersuchungsausschuss des Bundestages ausgesagt.

Ein weiterer Mitarbeiter habe zwischen Februar 2019 und Juni 2020 mehrfach Aktien des Finanzdienstleisters erworben und veräußert. Eine Meldepflicht habe in dem Fall nach APAS-Geschäftsordnung nicht bestanden, weil der Wert der Aktien nach Angaben des Mitarbeiters unter fünf Prozent seines Vermögens gelegen habe. Zudem habe er im Zeitraum der Aktiengeschäfte keine Inspektionen beim für Wirecard zuständigen Abschlussprüfer EY gehabt.

Die APAS ist beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle angesiedelt. Ihr obliegt die Aufsicht über die Abschlussprüfer, die Abschlussprüfungen bei Unternehmen durchführen.

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