“Glasfaserpakt Sachsen-Anhalt” unterzeichnet

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Schub für Sachsen-Anhalt: Mit dem Glasfaserpakt soll die digitale Infrastruktur im Land vorangetrieben werden, so Digitalminister, Prof. Dr. Armin Willingmann. (Foto: MW/Harald Krieg)

Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann hat gemeinsam mit 21 Telekommunikationsunternehmen sowie zwei weiteren Partnern einen “Glasfaserpakt” unterzeichnet. Im Vertrag vereinbaren die Partner, ihre Anstrengungen beim Ausbau der Breitbandnetze in den kommenden Jahren weiter verstärken zu wollen.

“Ich bin davon überzeugt, dass der Glasfaserpakt dem Gigabitausbau in Sachsen-Anhalt zusätzlichen Schub geben wird. Den beteiligten Unternehmen danke ich für ihre Bereitschaft, den in unserer Gigabitstrategie festgelegten Weg gemeinsam mit dem Land weiter zu beschreiten”, erklärte Sachsen-Anhalts Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung, Prof. Dr. Armin Willingmann, anlässlich der Vertragsunterschrift. Für den Ausbau der digitalen Infrastrukturen im Land brauche es ein starkes Miteinander von eigenwirtschaftlichen Investitionen der Branche sowie staatlicher und kommunaler Unterstützung. Dabei dürfe sich das Hilfsangebot staatlicherseits nicht allein auf die Bereitstellung von Fördermitteln beschränken, sondern müsse darüber hinaus, Investitionen in die Netze so weit wie möglich erleichtern, um den Ausbau zu beschleunigen. Gerade die Corona-Pandemie habe jüngst nochmals vor Augen geführt, wie wichtig eine leistungsfähige Infrastruktur sei, so Willingmann.  

Der Glasfaserpakt ist ein zentraler Baustein für die Umsetzung der “Digitalen Agenda” sowie der Gigabitstrategie des Landes. Zu den unterzeichnenden Telekommunikationsunternehmen gehören neben regionalen Anbietern wie den Stadtwerken auch überregionale Player wie 1&1 Versatel, Deutsche Glasfaser und Tele Columbus. Im Pakt bekennen sie sich dazu, den Glasfaserausbau in Sachsen-Anhalt durch Investitionen und eine verstärkte Zusammenarbeit voranzubringen. Außerdem soll die Mobilfunkversorgung durch Glasfaseranbindung von Mobilfunkstandorten verbessert sowie die Gigabit-Versorgung von Gewerbegebieten und -standorten vorangetrieben werden. Gleichzeitig will das Wirtschafts- und Digitalministerium die Investitionsbedingungen verbessern, zum Beispiel durch Beschleunigung von Genehmigungsverfahren beim Glasfaserausbau oder durch kostenlose Bereitstellung von amtlichen Geodaten für Planungszwecke. Weitere Erleichterung soll die Förderung kostensenkender Verlegeverfahren schaffen.

Derzeit stellen die Unternehmen und Partner, die den Glasfaserpakt unterzeichneten, rund 500.000 Breitbandanschlüsse in Sachsen-Anhalt. Dafür nutzen sie Infrastrukturen in einem Umfang von mehr als 5.000 Kilometern. Für die kommenden Jahre haben sind weitere Glasfaserinvestitionen im dreistelligen Millionenbereich angekündigt. 

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