Praxisgerechtere Impfpriorisierung gefordert

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Bereits im Dezember 2020 hatte sich der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) für eine höhere Impfpriorisierung für Feuerwehrangehörige eingesetzt. (Foto: Alexandra_Koch, pixabay.com)

In einem Brief an den Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) fordert der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) eine praxisgerechtere Priorisierung der Corona-Schutzimpfungen. Die in den letzten Wochen gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen wiesen auf eine dringende Neubetrachtung der Einstufung hin. Eine neue Einstufung müsse der Verantwortung und Gefährdung der Einsatzkräfte gerecht werden, so der DFV.

“Die Feuerwehrfrauen und -männer in Deutschland üben ihre Tätigkeit weit überwiegend ehrenamtlich aus und stehen so täglich im Spannungsverhältnis zwischen der freiwillig übernommenen Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und dem Schutz ihrer Angehörigen. Damit die Entscheidung auch weiterhin für das ehrenamtliche Engagement bestehen bleibt, ist eine Schutzimpfung unerlässlich”, führt der DFV-Vizepräsident Hermann Schreck in dem Schreiben aus.

Die Angehörigen der Feuerwehren seien immer wieder dem Corona-Virus ausgesetzt. Eine Infektion lasse sich im alltäglichen Einsatzgeschehen alleine durch Schutzausrüstung und vorsichtigem Handeln nicht immer verhindern. “Da zu den oben erwähnten ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen auch eine große Zahl an hauptberuflichen Kräften kommt, die ohne Tätigkeit im Rettungswesen ebenso nur die nachrangig erhöhte Priorität nach Paragraf 4 der Coronavirus-Impfverordnung erhält, möchte ich erneut eine Neubetrachtung der Einstufung der Feuerwehrangehörigen insgesamt anregen. Eine raschere Impfung ist dringend erforderlich”, fordert Schreck.

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