EU-Ratszulassung für deutsche IT-Sicherheitstechnik

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EU-Institutionen können für den Umgang mit eingestuften Daten Produkte der genua GmbH verwenden. (Foto: S. Hermann & F. Richter, www.pixabay.com)

Gleich zwei deutsche IT-Sicherheitsprodukte haben eine Zulassung für den Einsatz in EU-Institutionen erhalten. Dem ging ein mehrstufiges Prüfverfahren voraus.

Die Produkte genuscreen und genucard der genua GmbH sind in die “List of Approved Cryptographic Products” (LACP) aufgenommen worden. Voraussetzung war die vorhergehende Prüfung durch zwei IT-Sicherheitsbehörden von EU-Mitgliedstaaten. Die nationale Evaluierung und Prüfung erfolgte durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Die Zweitbegutachtung führte die französische Agence nationale de la sécurité des systèmes d’information (ANSSI) durch. Aufgrund der positiven Ergebnisse folgte die Zulassung durch den EU-Rat.

Zugelassen sind die Lösungen für eingestufte Daten des Grades RESTREINT UE/EU RESTRICTED – das entspricht dem deutschen VS-NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH. Bei genuscreen handelt es sich um eine Firewall- und VPN-Lösung, die stark verschlüsselte Virtual Private Networks erzeugt. Die genucard ermöglicht Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sicheren Zugriff auf das interne Netzwerk aus dem Homeoffice oder beim mobilen Arbeiten.

“Die Entscheidung der EU-Kommission sehen wir als Beleg für unsere Innovationskraft, aber auch als Ansporn für die stets wegweisende Leistungsfähigkeit unserer Anwendungen im Praxiseinsatz”, freut sich genua-Geschäftsführer Matthias Ochs.

Eine EU-Ratszulassung für die Einstufung RESTREINT UE/EU RESTRICTED halten neben genua auch Produkte weiterer deutscher Anbieter wie atmedia, Rohde & Schwarz, secunet, Secusmart, T-Systems und Utimaco. Ebenfalls stark vertreten sind Lösungen aus Frankreich, den Niederlanden und Schweden.

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