Drohne sucht in der WTD 91 nach Blindgängern

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Dieses eigens entwickelte Drohnensystem sucht im Meppener-Moor nach Blindgängern. (Foto: BS/Bundeswehr/Dominik Wullers)

Beeindruckende und äußerst vielversprechende Tests finden aktuell auf dem Schießplatz der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition (WTD 91) – dem durch den Brand bekannt gewordenen Moor in Meppen – statt: Die Suche nach Blindgängern mittels Drohne. Eine DJI Matrice diente dabei als Grundlage und Plattform für einen komplexen Sensorenmix.

“Rund 100 Hektar untersucht die Drohne derzeit in einem ersten Schritt. Mithilfe des Erdmagnetfeldes kann die Drohne mit ihren Sensoren mehrere Meter tief ins Moor schauen”, so die Bundeswehr. “Mit den Daten der Drohne könnte dann in einem nächsten Schritt ein Kampfmittelräumdienst die gefährliche Munition auf den Meter genau lokalisieren und beseitigen.”

Die besonderen Umweltbedingungen des schützenswerten Hochmoores – im Grunde das letzte mit wirklich intakter und weitestgehend unberührter Natur in Deutschland – erforderten dabei diesen technischen Einsatz. Auf anderen Truppenübungsplätzen wird meistens das Gelände abgebrannt, um Blindgänger zu beseitigen, mit dem positiven Effekt, dass auch die Pionierwälder gleich mit verschwinden.

Genau ein solcher Pionierwald, genauer gesagt Birken, ist der Grund, dass gezielt nach Blindgängern gesucht werden muss. Deren Beseitigung erfordert den Einsatz von Gerät in ansonsten unberührtem Gelände. “Die Ergebnisse sind bislang sehr vielversprechend”, sagte Klaus Steinl, Leiter des zuständigen Bundeswehr-Dienstleistungszentrums. “Wenn es so weitergeht, wollen wir die gesamte Fläche von über 400 Hektar auch per Drohne untersuchen lassen.”

Das BAAINBw erprobt hier eine Lösung, die auch für weitere Einsatzmöglichkeiten geeignet scheint. Etwa in ehemaligen Kriegsgebieten, für Einsätze oder in UN-Operationen.

1 Kommentar

  1. Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich freue mich sehr, dass Sie über unsere Drohne berichten, herzlichen Dank hierfür. Die SeaTerra Drohne wurde eigens zur Detektion von Kampfmittel aus der Luft, im Einsatz auf schwierigen Flächen entwickelt und wir freuen uns, dass das System hier zum Einsatz kommen konnte. Bei weiteren Fragen stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung.

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