Luftverschmutzung trotz Lockdown

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(Foto: BS/quapan/CC BY 2.0, www.flickr.com)

Der pandemiebedingte Lockdown im Frühjahr 2020 hatte laut Luftqualitätsbericht des Umweltbundesamtes (UBA) im Jahresmittel kaum Einfluss auf die Luftreinheit. Auch wenn ein positiver Effekt zu verzeichnen sei, war der Einfluss auf die langfristige Konzentration des gesundheitsschädlichen Dieselabgasgiftes Stickstoffdioxid gering.

Der von der EU festgelegte Grenzwert für Stickstoffdioxid von 40 μg/m³ wird generell kaum noch überschritten. Stattdessen beschreibt das UBA einen seit Jahren andauernden Rückgang der Belastungswerte. Im Detail sticht bei der Auflistung der einzelnen Messtationen vor allem die Landshuter Allee in München hervor, die mit 54 μg/m³ den höchsten Jahresmittelwert verzeichnet. Gründe für diesen Wert gibt der Bericht nicht an.

Genauer geht der Bericht der UBA auf die Aufzeichnungen während der Monate März und April 2020 ein. Auffällig ist vor allem ein Stickstoffdioxid-Rückgang um 20 bis 30 Prozent in den Nachmittagsstunden, welcher sich zumindest teilweise auf ein geringeres Verkehrsaufkommen zurückführen lässt. Im internationalen Vergleich zeigen sich vor allem für Länder wie Spanien, Frankreich, Italien, mit strengen Mobilitätseinschränkungen, starke Konzentrationsrückgang. Da es sich jedoch um einen sehr kurzen Zeitraum handelt, sind die Auswirkung auf das Jahresmittel der Emissionswerte, vergleichsweise gering.

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